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"Wer Gonarthrose erfolgreich behandeln will, muss die dabei auftretenden Schmerzen ganzheitlich verstehen und angehen."

Dr. Tobias Weigl

Dr. Tobias Weigl

Gonarthrose (Kniearthrose, Kniegelenksarthrose) - Ursache, Symptome und Schmerzlinderung

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1. Einführung Gonarthrose = Kniearthrose

In diesem Video erklärt Ihnen Dr. T. Weigl was eine Kniearthrose = Gonarthrose ist und gemeinsam mit der Physiotherapiekette Novotergum bespricht er Tipps und Übungen für Sie zu Hause.

Die Gonarthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung im Knie. Sie ist die häufigste Gelenkarthrose und ihre Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu. Im Vergleich sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Ferner weiß man, dass ab dem 65. Lebensjahr nahezu jeder Mensch arthrotische Veränderungen am Kniegelenk (und anderen Gelenkteilen hat), aber wohlgemerkt „nur“ ¼ der Menschen dann auch Beschwerden aufweisen. Laut einer aktuellen Studie des Robert Koch Institutes werden in Deutschland insgesamt knapp 8 Millionen Menschen wegen Arthrose behandelt (ein Großteil davon wegen Gonarthrose). Eine weitere Zahl: Schmerzhafte Kniegelenksarthrosen machen insgesamt 0,8% der Behandlungsanlässe in einer  allgemeinärztlichen Praxis aus, jedoch steigt die Zahl auf 6% an, wenn man ausschließlich Patienten ab dem 65. Lebensjahr berücksichtigt.

In diesem Beitrag von Video-Visite erklärt Ihnen Dr. Tobias Weigl was ganz allgemein eine Arthrose ist, wie Arthrose entsteht und wieso es zur Zerstörung des Knorpels und anschließend zu Entzündungen und Knochenläsionen kommt. Also schauen Sie sich gerne diesen Beitrag an.

2. Die Entwicklungsstadien der Gonarthrose

Zu Beginn der Erkrankung zeigt eine Gonarthrose oft noch keine Symptome. In diesem Fall spricht man von einer stummen Arthrose, die auch oft über Jahre unentdeckt bleiben kann. Die Veränderungen des Kniegelenkknorpels sind bei der stummen Arthrose nur im Röntgenbild sichtbar. Diese Arthrose ist stumm, also hat keine Schmerzen, da wie gesagt „nur“ der Knorpel betroffen ist und der Knorpel selbst keine Schmerzrezeptoren hat.
Diesem Stadium folgt die aktivierte Arthrose, bei der es immer wieder zu den charakteristischen entzündungsartigen Beschwerden kommt, bei der aber auch noch lange Phasen der Beschwerdefreiheit bestehen.
Das letzte Stadium der Gonarthrose ist schließlich die dekompensierte Arthrose, bei der dauerhafte Schmerzen und Funktionsstörungen wie etwa eine deutliche Bewegungseinschränkung vorliegen.

Wenn die Krankheit so weit fortgeschritten ist, dass neben dauerhaften Schmerzen, Gelenkversteifung und Bewegungseinschränkungen auch eine Instabilität des Gelenks vorliegen, kann die Beeinträchtigung der Lebensqualität so massiv sein, dass nur noch operative Maßnahmen helfen.

Um dies zu verhindern, gilt es, die Gonarthrose so früh wie möglich zu diagnostizieren und ihre weitere Entwicklung zumindest zu verlangsamen wenn nicht gar aufzuhalten.

Anhand des degenerativen Fortschreitens der Gonarthrose lassen sich vier Schweregrade von Knorpelschäden einteilen:

  • Im ersten Stadium ist die Oberfläche des Knorpels leicht aufgefasert, es liegt aber noch keine Schädigung vor.
  • Im zweiten Stadium sind eine leichte Schädigungen der Zellstruktur und eine aufgeraute Oberfläche des Knorpels zu erkennen.
  • Im dritten Stadium kann man schon mit bloßem Auge eine Schädigungen erkennen. Es gibt sogenannte „Frotteeknorpel“ oder „Knorpelschäden vom Kratertyp“ und es lassen sich tiefe, bis zum Knochen reichende Schädigungen mit starker Auffaserung erkennen. Das Gelenk ist mechanisch nicht mehr tragfähig.
  • Im vierten Stadium liegt schließlich der Knochen frei.

Wenn die Gonarthrose nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird, setzen bald die typischen Symptome ein, die desto stärker werden, je weiter die Erkrankung fortschreitet:

  • Anlaufschmerzen im betroffenen Gelenk nach dem Aufstehen am Morgen oder nach langem Sitzen 
  • Belastungsschmerzen z. B. beim Treppensteigen und später auch beim Gehen oder Laufen, insbesondere auf unebenem Untergrund
  • Ruhe- bzw. Dauerschmerz in späteren Stadien der Erkrankung
  • Geräuschbildung im Gelenk: "krachende" Geräusche beim Beugen bzw. Bewegen des Kniegelenks
  • Wetterfühligkeit
  • Gelenkversteifung
  • Kraftverlust in der angrenzenden Muskulatur

4. Welche Gelenkabschnitte können betroffen sein?

Das Kniegelenk ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers und besteht aus drei Abschnitten, die alle gemeinsam aber auch einzeln betroffen sein können.

  • Als Retropatellararthrose bezeichnet man den Verschleiß im Kniescheibengelenk (Femoropatellargelenk).
  • Bei der medialen Gonarthrose  liegt eine Arthrose vor, die sich auf die mediale (zur Körpermitte gerichtete) Seite des Gelenks beschränkt. Dies liegt oft an einer Fehlstellung (O-Beine), weshalb es am medialen Teil punktuell überlastet ist. Man spricht dann von einer Varus-Gonarthrose.
  • Bei der lateralen Gonarthrose ist der äußere oder laterale Bereich des Kniegelenks betroffen. Auch sie wird meist durch eine ausgeprägte Fehlstellung (X-Beine) verursacht. In diesem Fall spricht man von einer Valgus-Gonarthrose.

5. Welche Ursachen hat die Gonarthrose?

Die Gonarthrose hat selten einen konkreten Auslöser.

Wie bei anderen Arthrosen können auch die Ursachen der Gonarthrose in zwei Klassen eingeteilt werden: Bei der primären Arthrose ist die Ursache des degenerativen Verschleiß nicht eindeutig bestimmbar - meist muss von einer Kombination verschiedener Faktoren ausgegangen werden.

Bei der sekundären Arthrose können hingegen eindeutig Ursachen für die Arthrose nachgewiesen werden: Unfallbedingte Schädigungen, Fehlstellungen des Gelenks wie sie zum Beispiel bei O- oder X-Beinen vorliegen oder sportliche bzw. berufliche Über- oder Fehlbelastung des Knies bzw. Knorpels.

Risikofaktoren einer Gonarthrose sind jedenfalls starkes Übergewicht, zunehmendes Alter, ungesunde Ernährung sowie Zigarettenkonsum.
Starkes Übergewicht etwa führt zu einer ständigen Überlastung der Kniegelenke und kann so die Entwicklung einer Gonarthrose beschleunigen.
Bei Rauchern verschleißt der Kniegelenkknorpel mehr als doppelt so schnell wie bei Nichtrauchern, was durch die erhöhten Kohlenmonoxidwerte im Blut von Rauchern erklärt wird.

Weitere Faktoren, die eine Gonarthrose begünstigen können, sind:

  • Sportarten mit großer Verletzungsgefahr und hohen Impulsbelastungen wie Fußball, Tennis, Squash oder Handball.
  • Mangelnde Stabilität der Gelenke wegen schwacher Muskelausbildung
  • Einseitige, sich wiederholende Gelenkbelastung 
  • Bewegungsmangel

6. Wie kann man einer Gonarthrose vorbeugen?

Eine Gonarthrose lässt sich ebenso wenig heilen wie jede andere Arthrose. Deshalb gilt auch hier, dass die beste Therapie die Vorbeugung ist. 

 

Im folgenden Beitrag erklärt Ihnen Dr. Tobias Weigl die 7 wesentlichen Eckpfeiler einer Arthrose-Therapie: Von Medikamente über physiotherapeutische Übungen (wie Dehnen, Faszientraining) bis zur Ernährung und orthopädische Hilfsmittel wie z.B. Bandagen.

Zu den erfolgreichen Maßnahmen zählen:

  • Regelmäßige Bewegung: Von der deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prophylaxe werden empfohlen: Gelenkschonende Sportarten wie Kraulschwimmen, Radfahren, Gehen oder Walken.
  • Übergewicht vermeiden: eine australische Studie konnte nachweisen, dass bei übergewichtigen Patienten die Kniearthrose schon in jungen Jahren zu einem deutlichen Knorpelrückgang führt, während dies bei älteren, aber nicht übergewichtigen Patienten erst in weit höherem Alter der Fall ist.
  • Achten Sie auf gute Schuhe: Auch wenn orthopädische Schuhe nicht unbedingt notwendig sind, werden zur Schonung der Kniegelenke leichte, flache Schuhe mit flexibler Sohle empfohlen. Insbesonders hohe Absätze sind zu vermeiden, da sie die Gelenke gleichermassen über- und fehlbelasten.
  • Schonen Sie die Kniegelenke im Alltag: Sportarten mit hohen Impulsbelastungen wie Tennis, Fußball oder Squash sind ebenso zu vermeiden wie das Tragen schwerer Gegenstände oder längeres Stehen.
  • Gesunde Ernährung: Fettarme und vitaminreiche Ernährung sowie ausreichendes Trinken unterstützt die Gelenke. Besonders die sogenannte Mittelmeerkost, die reich an den antientzündlichen Vitaminen C und E ist, hat sich bewährt. Ziel ist also eine basische Kost.   
  • Lassen Sie Verletzungen im Kniegelenk immer vollständig ausheilen. Nicht vollständig ausgeheilte Knieerkrankungen sind eine der häufigsten Ursachen einer Gonarthrose.

7. Bewegung ist die beste Therapie 

Knorpel besitzen keine eigenen Blutgefässe. Sie werden durch die Nährstoffe in der Gelenkflüssigkeit ernährt, die durch Bewegung quasi in die Knorpel einmassiert wird. Durch die Bewegung des Gelenks wird die Verteilung der Gelenkflüssigkeit verbessert und damit auch die Ernährung des Knorpels. Zudem stärkt regelmäßige Bewegung die Muskulatur und die kräftigere Muskulatur entlastet und stabilisiert wiederum den Knorpel und das Gelenk.
Deshalb ist gelenkschonende Bewegung wie Radfahren, Gehen, Walken, Schwimmen oder Gymnastik die beste Vorbeugung gegen eine Gonarthrose und gleichermassen die beste Massnahme gegen das Fortschreiten einer schon vorhandenen Erkrankung.

8. Behandlungsmöglichkeiten der Gonarthrose

Eine symptomatische Gonarthrose kann bei frühzeitiger Erkennung mit Medikamenten oder Übungen behandelt werden und muss im schlimmsten Fall mit einer Operation behandelt werden.

Grundsätzlich ist eine Arthrose nicht heilbar. Deshalb kann man nur versuchen, das weitere Fortschreiten der Gonarthrose zu verlangsamen oder es im besten Fall aufzuhalten und die Beschwerden, die mit ihr einhergehen, zu mildern. Insofern ist sie behandelbar. Die ausgewählte Therapie orientiert sich dabei primär an Ursache und Schwere der Erkrankung.

Hilfreich in der Behandlung der Gonarthrose sind in jedem Fall physikalische Therapien wie Gymnastik, Massagen, Wärmeanwendungen und kühle Auflagen zur Förderung von Beweglichkeit und Durchblutung sowie eine ausgeglichene Ernährung.

In einigen Fällen haben sich auch Injektionen mit Knorpelschutzpräparaten wie Chondoitinsulfat, Hyaluronsäure oder Glukosamin bewährt.

In diesem Video erklärt Ihnen Dr. Tobias Weigl die Kriterien nach denen man sich für ein künstliches Gelenk entscheiden sollte. Ein sehr wichtiger Beitrag zur Beantwortung der Frage: "Brauche ich ein künstliches Gelenk?"

Je nach Schwere der Erkrankung gelangen weitere Behandlungsmethoden zur Anwendung. An operativen Eingriffen werden etwa je nach Stadium der Erkrankung die Knorpelregeneration, der Teilgelenkersatz sowie die Knietotalendoprothese unterschieden.

Bei der Behandlung einer Gonarthrose müssen neben dem Entwicklungsstadium der Erkrankung immer auch die spezifischen Ursachen der Erkrankung sowie individuelle Faktoren wie Alter, Geschlecht, allgemeiner Gesundheitszustand, Körpergewicht und Aktivitätsgrad des Erkrankten berücksichtigt werden.

9. Referenzen und weiterführende Links

Deutsches Arthrose Forum, deutsches-arthrose-forum.de/portal/rel00a.prod/deutsches-arthrose-forum/stat/portal/main.html
Arcus Kliniken Pforzheim - Kniearthrose, sportklinik.de/kniearthrose.html
Med-Library.com - das medizinische Nachschlagewerk, med-library.com/gonarthrose-kniearthrose-therapie-formen-ueberblick-vergleich-behandlungsformen/
Bildquelle: (Gonarthrose.png) Lokalisation von Gonarthrosen (rechtes Kniegelenk, von vorne) von Stündle, CC0 1.0

10. Literaturtipp

Wolfgang Franz, Robert Schäfer (2008): Knie-Arthrose: Vorbeugung - Behandlung - Heilung. München: F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung

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