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„Wer Schmerzen erfolgreich behandeln will, muss sie ganzheitlich verstehen und angehen.“

Dr. Tobias Weigl

Dr. Tobias Weigl

Volkskrankheit Rückenschmerzen - Eine Krankheit in Zahlen

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Rückenschmerzen: Eine Volkskrankheit in Zahlen

Rückenschmerzen gehören für viele Menschen zum Alltag dazu und sind eine der häufigsten Ursachen für den Arztbesuch. Im Folgenden sind Zahlen, Daten und Fakten zur Volkskrankheit Nummer 1 für Sie zusammengestellt.

Die Wirbelsäule ist verantwortlich für unseren aufrechten Gang. Gleichzeitig ist sie durch eine hohe Beanspruchung und falsche Bewegungsmuster anfällig für Haltungsschäden. Schon seit vielen Jahren gelten Rückenschmerzen, egal in welcher Form sie auftreten, deshalb als Volkskrankheit Nummer 1.
Insgesamt und im Vergleich betrachtet, haben Frauen häufiger, länger und intensivere Rückenschmerzen als Männer, insbesondere im Falle der sog. unspezifischen Rückenschmerzen (machen ca. 80% aller Rückenschmerzen aus). Wegen ihnen gehen die Menschen in Deutschland häufiger zum Arzt als wegen einer Grippe oder etwa Bluthochdruck, die ebenfalls weit oben in der Liste weitverbreiteter Erkrankungen rangieren.

Betrachtet man die Zahl der Arztbesuche insgesamt, belegen Rückenschmerzen als Ursache für das Aufsuchen des Arztes in Deutschland Platz 2. Bei Männern sind sie die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit, bei Frauen die zweithäufigste. Eine dauerhafte Heilung der Rückenbeschwerden scheint in vielen Fällen allerdings ausgeschlossen: Rund 80 bis 90 Prozent der Rückenschmerzen sind unspezifisch, d. h. die Ärzte können trotz aufwendiger Untersuchungen keine definitive Ursache für das Auftreten des Schmerzes erkennen. Folglich treten die Schmerzen in unregelmäßigen Intervallen wieder auf (DAK 2016).

Rückenschmerzen - Ein unlösbares Problem der Medizin?

Weil Rückenschmerzen in Deutschland so häufig vorkommen, bilden sie für die Krankenkassen einen kostenintensiven Posten. Der wirtschaftliche Schaden, der in jedem Jahr allein durch Rückenschmerzen entsteht, beträgt rund 49 Milliarden Euro. Die große Masse unspezifischer Rückenbeschwerden, die wiederkehrend sind oder gar chronisch werden, erschwert den Medizinern den Umgang mit der Volkskrankheit. Mit nur 7 Prozent der Patienten, die aber etwa 80 Prozent der Kosten verursachen, bilden die chronischen Rückenbeschwerden die größte Gruppe der Muskel-Skelett-Erkrankungen (FPZ 2016).

In diesem Interview mit dem DRF 1 und dem TV Mittelrhein geht Dr. Tobias Weigl detailliert auf die Volkskrankheit Rückenschmerz ein. In ca. 17 Minuten beantwortet er die Fragen der Moderatorin rund um das Thema Rückenschmerz.

Rund 69 Prozent der Deutschen leiden unter Rückenschmerzen, davon 12 Prozent sogar täglich. Wer einmal Rückenschmerzen gehabt hat, wird sie mit großer Wahrscheinlichkeit wieder bekommen – im schlimmsten Fall werden die Schmerzen chronisch, so dass sie trotz ausreichender Bewegung nur noch mit Medikamenten behandelt werden können. Chronische sowie rezidivierende, also wiederkehrende Rückenschmerzen treten bei 34 Prozent der Bevölkerung auf. Pro Jahr suchen deshalb rund 20 Millionen Deutsche wegen Rückenbeschwerden einen Arzt auf. Die verschriebenen Therapiemaßnahmen schlagen bei den meisten Patienten zwar zunächst an, bei 81 Prozent kehren die Symptome jedoch nach einiger Zeit wieder zurück. Häufig entsprechen die von chronischen Rückenschmerzen Betroffenen einem gemeinsamen Krankheitsbild: Sie sind überwiegend weiblich, über 50 und meist übergewichtig (FPZ 2016).

Durch Rückenschmerzen verursachte Kosten in Deutschland: 48,9 Milliarden Euro

Rückenschmerzen sind nach Kopfschmerzen die zweithäufigsten Beschwerden, mit denen Patienten einen Arzt aufsuchen. Aus diesen Gründen entstehen erhebliche Kosten für Krankenkassen und Wirtschaft. Insgesamt ergaben Berechnungen, dass nur durch Rückenschmerzen in Deutschland pro Jahr Kosten in Höhe von 48,9 Milliarden Euro verursacht werden, also 1,4 Prozent des Deutschen Bruttoinlandproduktes. Rückenschmerzen sind so kostenintensiv, da nicht nur viele Menschen davon betroffen sind, sondern weil sie häufig Ursache von Krankmeldungen und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sind. Hoch sind deshalb insbesondere die mit Rückenschmerzen verbundenen indirekten Kosten, die als Lohnfortzahlung und Krankengeld Arbeitgeber und Krankenkassen belasten. Bei Männern sind Rückenschmerzen mit 14% die häufigste Ursache für Arbeitsausfälle, bei Frauen mit 11% die zweithäufigste.
Oft ist der Patient auch persönlich von den Kosten betroffen, da er bei Heil- und Hilfsmitteln, speziellen Anwendungen und anderen Leistungen hinzuzahlen muss oder Einkommensverluste aufgrund von Arbeitsunfähigkeit hat.

Ein Rückenschmerzpatient verursacht jährlich 1322 Euro Kosten

Das Helmholtz-Zentrum München und die Universität Greifswald haben im Rahmen einer Befragung von mehr als 9200 Deutschen ermittelt, wie sich etwa Geschlecht, Alter, Bildung und Familienstand auf die durch Rückenschmerzen verursachten Kosten auswirken. Diese Kosten steigen je länger die Krankheit anhält bzw. die Chronifizierung voranschreitet. Direkte Kosten, also Ausgaben, die durch die Behandlung der Beschwerden entstanden, nahmen 46 Prozent ein und entsprachen damit in etwa den indirekten Kosten, also Produktionsausfällen, mit 54 Prozent. Die höchsten Kosten entstanden im Alter von 50 Jahren. Unter den Patienten, die Leistungen in Anspruch nahmen, wirken auch soziale Umstände wie Arbeitslosigkeit, niedrige Bildung und Singledasein Kosten steigernd. Ein Rückenschmerzpatient verursacht jährlich durchschnittlich 1322 Euro an Kosten. Wobei Patienten mit spezifischen Rückenschmerzen höhere Kosten verursachen als Patienten mit Schmerzen bei Bandscheibenerkrankungen oder Patienten mit unspezifischen Rückenschmerzen. Fakt 3 detailliert die Kosten je nach Kostenart.

Wie entstehen Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen können viele Ursachen haben, die nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen sind. Eine Fehlhaltung aufgrund ungesunder Körperhaltung, Bewegungsmangel aufgrund einer sitzenden Tätigkeit oder Muskelverspannungen können Auslöser regelmäßig auftretender Rückenschmerzen sein.

Grundsätzlich teilt man Rückenschmerzen in spezifische und unspezifische Schmerzen ein. Die Mehrzahl der Betroffenen (80 bis 90 Prozent) leiden an unspezifischen Schmerzen, die zunächst noch nicht als Erkrankung im eigentlichen Sinne gesehen werden. Häufig sind die genauen Ursachen für unspezifische Rückenschmerzen nicht erkennbar und können auch nach aufwendigen diagnostischen Untersuchungen nicht festgestellt werden. Ein solcher Auslöser können z. B. Muskelverspannungen sein, die zu einer Fehlhaltung des Rückens führen, die wiederum Schmerzen auslösen. Ähnliche Ursachen können Bewegungsmangel oder die zunehmende Übergewichtigkeit der Gesellschaft sein, die einen kranken Rücken aufgrund sitzender Tätigkeiten und ungesunder Ernährung zusätzlich fördern (TK 2015, DAK 2016).

Spezifische Rückenschmerzen dagegen treten seltener auf. Sie beruhen auf einer feststellbaren Erkrankung oder Verformung der Wirbelsäule. Darunter fallen u. a. entzündliche Muskel- oder Bindegewebserkrankungen, aber auch eingeklemmte Muskeln oder Nervenstränge. Klassiker der spezifischen Rückenschmerzen sind der Bandscheibenvorfall sowie die Spinalkanalstenose. Mit zunehmendem Alter steigt die Anfälligkeit des Körpers für Rückenbeschwerden dem DAK-Gesundheitsreport 2016 zufolge um 325%. So liegt der Anteil von Muskel-Skelett-Erkrankungen im Alter von 15 bis 19 Jahren bei 8,2%, bei den über 60-jährigen dagegen bei 26,7% (DAK 2016).

Ganz aktuelle Studien zeigen eine neue vielversprechende Therapieoption bei chronischen Rückenschmerzen: Die Behandlung mittels Antibiotika (Amoxicillin). In diesem Video Beitrag erklärt Dr. Tobias Weigl die Studien und wieso Antibiotika vielleicht vielen Betroffenen helfen könnten.

Diagnose Rückenschmerzen: Arbeitsunfähigkeit und Therapiemöglichkeiten

Aktuellen Statistiken zufolge sind Erkrankungen des Muskel-Skelett-Apparats mit 21,7% die häufigste Ursache für Krankheitstage. Rückenschmerzen bilden dabei die größte Gruppe innerhalb dieser Erkrankungen. Mit 91,3 Arbeitsunfähigkeitstagen pro 100 Krankenversicherte liegen Männer mit der Diagnose Rückenschmerzen weit vor den Frauen, die es auf 75,2 Arbeitsunfähigkeitstage bringen (DAK 2016).

Neben einer medikamentösen Therapie zur Schmerzlinderung besteht das Ziel bei akuten Rückenschmerzen in erster Linie darin, den Rücken zu mobilisieren und eine weitere Schädigung aufzuhalten oder zumindest einzuschränken. Massagen und physiotherapeutische Behandlungen helfen dabei, Muskelverspannungen zu lösen und den Rücken wieder an die Bewegung zu gewöhnen. Auf lange Sicht sollten die Betroffenen aber aus eigenem Antrieb für regelmäßige Bewegung sorgen und lernen, wie sie eine schädigende Fehlhaltung des Rückens vermeiden können. Dennoch werden gegen Rückenschmerzen zumeist erst einmal Medikamente verschrieben: 64 Prozent der Patienten erhalten schmerzlindernde Medikamente. Weitere häufige Therapieformen sind Krankengymnastik bzw. Physiotherapie (61 Prozent), Massagen (49 Prozent) und Spritzen (44 Prozent) (FPZ 2016).

Viele Betriebe und Unternehmen haben erkannt, dass eine sitzende Tätigkeit Rückenschmerzen fördert und zu krankheitsbedingten Ausfällen führt. Im Gesundheitsreport gaben 81,3 Prozent der Männer und 77,8 Prozent der Frauen an, dass sie vom Betrieb bereitgestellte Gesundheitsmaßnahmen wahrnehmen und daraus einen Nutzen für ihre Gesundheit ziehen. Unter betriebliche Gesundheitsmaßnahmen fallen z. B. Massagen, Physiotherapie oder Betriebssport, die zum Teil auf die Arbeitszeit angerechnet werden können (DAK 2016).

Was Krankenkassen zahlen müssen und wollen

Krankenkassen müssen Medikamente, ärztliche Behandlung beim niedergelassenen Arzt und im Krankenhaus und sogenannte Heilmittel zahlen. Auf welche Leistung man Anspruch hat, hängt von der „Notwendigkeit“  (notwendig, ausreichend oder zweckmäßig) ab. Die Maßnahmen müssen wirtschaftlich erfolgen, die Krankenkassen dürfen also nicht unnötig teure Leistung übernehmen.
Auf die folgenden Behandlungen haben alle gesetzlich Versicherten bei Rückenschmerzen einen Anspruch:

  • Arzneimittel und Operationen
  • Heilmittel wie Krankengymnastik, Chirotherapie, medizinische Bäder, Wärme- und Elektrotherapie oder Massagen. Diese Heilmittel dienen dazu, Rückenschmerzen zu lindern und Verschlechterungen zu verhüten. Sie müssen immer von einem Arzt verordnet werden. Ebenso werden sie immer von einem von den Kassen anerkannten Physiotherapeut durchgeführt. Die Kassen zahlen nur solche Heilmittel, deren therapeutischer Nutzen erwiesen ist. Volljährige Patienten müssen ähnlich wie bei den Arzneimitteln einen gewissen Teil der Kosten übernehmen. Die Zuzahlung beträgt 10% der Kosten des Heilmittels, hinzu kommen 10 Euro je Verordnung. Diese kann mehrere Anwendungen umfassen und gilt für 14 Tage.

Was Kassen inzwischen bezahlen

  • Seit 2007 wird Akupunktur bezahlt, wenn der Arzt sie zur Linderung  von chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule verordnet. Die Schmerzen müssen schon seit mindestens einem halben Jahr andauern und der Arzt benötigt eine Zusatzausbildung zum Akupunkteur.
  • Krankenkassen übernehmen die Kosten für 10 Sitzungen. Zusätzlich weitere 5 Termine können Patienten in Ausnahmefällen beanspruchen.
  • Erst nach wieder frühestens 12 Monaten ist eine erneute Behandlung möglich.
  • Ebenfalls zählt Homöopathie mittlerweile  zu den Kassenleistungen. Versicherte können sich von einem Mediziner mit einer solchen Zusatzausbildung beraten lassen.
  • Dazu gehören eine homöopathische Erst- beziehungsweise Folgeanamnese, sowie die Auswahl der homöopathischen Mittel.
  • Die Arzneien muss der Patient in der Regel selbst zahlen.
  • Laut Paragraph 20 SGB V (Sozialgesetzbuch) sind alle gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, präventive Gesundheitssportkurse zu bezuschussen. Voraussetzungen sind eine erfolgreiche Prüfung der Kursinhalte sowie der Qualifikation des Kursanbieters durch die Spitzenverbände der Krankenkassen.
  • Die Krankenkassen zahlen zwischen 80 % und 100 % der Kursgebühren (mind. 75 €). 
  • In jedem Kalenderjahr können 1- 2 Kurse aus verschiedenen Bereichen bezuschusst werden. Den gleichen Kurs kann man erst wieder nach zwei Jahren wiederholen.

Demgegenüber zahlt keine Krankenkasse ihren Rückenschmerzpatienten die Behandlung bei Heilpraktikern, es sei denn, man hat eine private Zusatzversicherung abgeschlossen, die eine Übernahme der Kosten ermöglicht.

Weiterführende Links und Quellen

DAK-Gesundheitsreport (Zusammenfassung): http://www.corpusmotum.com/rueckenschmerzen-statistik/

FPZ Deutschland den Rücken stärken: http://www.fpz.de/krankenkassen/eine-volkskrankheit-in-zahlen.html

Fotolia Datei: #122591134 | Urheber: oneinchpunch

TK – Ursachen für Rückenschmerzen: https://www.tk.de/tk/gesunder-ruecken/rueckenbeschwerden/ursachen/20620

Zusammenfassung/ Schaubild

wirtschaftlicher Schaden durch Rückenschmerzen pro Jahr

49 Milliarden Euro

 

 

Rückenschmerzen als Ursache für Arztbesuch

zweithäufigste Ursache aller Arztbesuche (20 Mio. Menschen)

häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit bei Männern (91,3 Tage)

zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit bei Frauen (75,2 Tage)

Anteil der Muskel-Skelett-Erkrankungen

15-19 Jahre: 8,2%

ab 60 Jahre: 26,7%

 

 

So viele Menschen leiden in Deutschland unter Rückenschmerzen

Gesamt: 69%

Täglich: 12%

Wiederkehrend/ chronisch: 34%

Art der Rückenschmerzen

Unspezifisch: 80-90%

Spezifisch: 10-20%

 

 

häufigste Therapieformen

Medikamente: 64%

Krankengymnastik: 61%

Massagen: 49%

Spritzen: 44%

 

 

wiederkehrende Rückenschmerzen nach erfolgreicher Behandlung

81%

 

 

Positive Entwicklung durch betriebliche Gesundheitsmaßnahmen

Männer: 81,3%

Frauen: 77,8%