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„Wer Schmerzen erfolgreich behandeln will, muss sie ganzheitlich verstehen und angehen.“

Dr. Tobias Weigl

Dr. Tobias Weigl

Manuelle Rückentherapie | Ostheopathie | Shiatsu | Liebscher-Bracht | Rolfing

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Chronische Schmerzen können die Lebensqualität einschränken und für langfristige Krankschreibungen sorgen. Im Rahmen der ganzheitlichen Therapie helfen manuelle Methoden, die Schmerzen zu lindern.

Gliederung

  1. Einführung in die Manuelle Rückentherapie
  2. Schmerzlinderung durch Berührung
  3. Welche manuellen Therapien kommen bei chronischen Rückenschmerzen in Frage?
  4. Osteopathie bei Rückenschmerzen
  5. Shiatsu
  6. Liebscher-Bracht
  7. Rolfing
  8. Zusammenfassung: Kurz & knapp
  9. Weiterführende Links und Quellen

Wenn Sie wenig Zeit haben und schnell eine Zusammenfassung der wichtigsten Fakten aus diesem Artikel lesen möchten, dann bitte gehen Sie direkt an das Ende des Textes. Dort finden Sie eine kurze und knappe Zusammenfassung.

Einführung in die Manuelle Rückentherapie 

Chronische Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Leiden, weswegen deutsche Patienten einen Hausarzt oder Orthopäden aufsuchen. Nicht selten hat sich der Schmerz bereits so verfestigt, dass er zu einem festen Lebensbestandteil geworden ist und zu langen Arbeitsausfällen führt. Weil die Schmerzen in vielen Fällen nicht mehr auf strukturelle Ursachen zurückgeführt werden können, sondern als Folge von Fehlhaltungen oder Funktionsstörungen entstehen, bedarf es einer Therapie, die über den klassischen Weg der Medikamentenverschreibung hinausgeht.
Die Auslöser für chronische Rückenschmerzen können vielfältig sein: Es kann beispielsweise eine strukturell bedingte Rückenerkrankung vorausgegangen sein, die sich aufgrund einer Schonhaltung zu chronischen Schmerzen weiterentwickelt hat. Neben einer falschen Belastung des Bewegungsapparats können es aber auch Bewegungsmangel oder psychosoziale Faktoren sein, die den Schmerz in die Länge ziehen. Viele Mediziner praktizieren deshalb einen ganzheitlichen Therapieansatz: Mithilfe verschiedener, aufeinander aufbauender Therapie-Bausteine sollen nicht nur die körperlichen Symptome, sondern auch die auslösenden physischen und seelischen Faktoren behandelt werden. Einer dieser Bausteine ist die manuelle Rückentherapie. (NDR 2015, Hörzu 2016)

Im folgenden Video erklärt Ihnen Dr. T. Weigl vier Methoden der manuellen Rückentherapie. Schauen Sie sich gerne auch dieses Video an.

Schmerzlinderung durch Berührung

Der Begriff Physiotherapie ist den meisten Patienten ein Begriff; viele Menschen mit chronischen Rückenschmerzen erhalten regelmäßige Verschreibungen. Es handelt sich dabei, ebenso wie bei der Krankengymnastik, um ein körperliches, vom Therapeut angeleitetes und unterstütztes Training, das die Funktionsfähigkeit und Beweglichkeit von Muskeln und Bewegungsapparat wieder herstellen soll.
Die manuelle Rückentherapie kann wiederum eine besondere Form der Physiotherapie betrachtet werden, denn auch sie verfolgt den Zweck, Funktionsstörungen im Bewegungsapparat zu heilen und den Patienten wieder zu einer normalen Beweglichkeit zu verhelfen. Dafür wendet die manuelle Therapie bestimmte Techniken und Handgriffe an. Wird die manuelle Rückentherapie regelmäßig und zielgerichtet angewendet, kann sie chronischen Schmerzpatienten in vielen Fällen zur Heilung verhelfen und aggressive Eingriffe wie eine Rückenoperation vermeiden. (NDR 2015, Hörzu 2016)

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Welche manuellen Therapien kommen bei chronischen Rückenschmerzen in Frage?

Die ganzheitliche Medizin kennt verschiedene Formen der manuellen Rückentherapie. Zu den bekannteren zählen u. a. die Osteopathie und das Shiatsu. Darüber hinaus gibt es auch noch weitere Therapieformen, die mit Handgriffen Schmerzen lindern. Wir stellen Ihnen folgende manuelle Therapien genauer vor:

  • Osteopathie
  • Shiatsu
  • Liebscher-Bracht
  • Rolfing

Osteopathie

Die Osteopathie ist ein ganzheitlicher Therapieansatz, der heute ein fester Bestandteil der ganzheitlichen Schmerzbehandlung ist. Die Methode geht auf den US-amerikanischen Arzt Andrew T. Still (1828-1917) zurück und beruht auf einem philosophischen Ansatz: Indem durch die osteopathischen Handgriffe Blockaden gelöst werden, sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden.
Im Fokus der Behandlung stehen verspannte Muskeln und Faszien, aber auch blockierte Gelenke, Arterienverkalkungen und die Unterstützung des Lymphflusses. Für die Behandlung des Rückens kommt auch die sogenannte Craniosacral-Therapie zum Einsatz, die sich insbesondere mit dem Schädel sowie dem Kreuzbein beschäftigt. Dass die Osteopathie bei Rückenschmerzen zu Behandlungserfolgen führt, ist nachgewiesen, für die Aktivierung der physischen Selbstheilungskräfte durch Gewebestimulation steht der wissenschaftliche Nachweis jedoch noch aus.
Dabei werden nicht nur die Körperteile, die vom Schmerz betroffen sind, untersucht, sondern der ganze Körper. Das geschieht mit dem Ziel, sämtliche Strukturen des Bewegungsapparats zu lockern, damit sie gut beweglich sind und somit zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte beitragen können.
Ein Teil der Therapiekosten kann durch die Krankenkasse übernommen werden, sofern der behandelnde Osteopath über eine nachgewiesene Qualifikation verfügt. (Hörzu 2016, Bundesvertretung Osteopathen 2017)

Shiatsu

Ebenfalls den alternativen Heilmethoden zuzurechnen ist das Shiatsu. Es handelt sich dabei um einen energetischen Ansatz aus Japan, der auf dem Meridiansystem der traditionellen chinesischen Medizin beruht und Massage mit Akupressur verbindet. Dabei muss der Therapeut seinen gesamten Körper einsetzen und arbeitet neben den Händen auch mit den Ellbogen oder dem Knie.

Das Ziel des Shiatsu ist, blockierte Energien im Körper zu lösen und wieder zum Fließen zu bringen. Um das zu erreichen, werden Dehnungen der Muskeln und Rotationen von Gelenken eingesetzt, aber auch Schmerzpunkte identifiziert und durch Handgriffe der Akupressur gelöst. Dabei richtet sich der Ansatz des Shiatsu auf den gesamten Körper, auch wenn nur der Rücken betroffen ist. Bei chronischen Schmerzen kommt Shiatsu deshalb ebenso zum Einsatz wie bei seelischen oder psychischen Beschwerden.
Insofern ist Shiatsu mehr als eine Therapie – es ist auch Lebenskunde und unterstützt nicht nur die Heilung chronischer Schmerzen, sondern wirkt auch bei Alltagsstress und dient der Entspannung.
Die Krankenkasse übernimmt eine Shiatsu-Behandlung in der Regel nicht. (Hörzu 2016, Gesellschaft für Shiatsu 2017)

Liebscher-Bracht

Eine weiterer Ansatz der manuellen Therapie, die bei chronischen Rückenschmerzen angewandt wird, ist die Liebscher-Bracht-Methode. Auch hierbei handelt sich um eine Kombination verschiedener Bausteine, zu denen die Osteopressur und Dehnübungen sowie unter Umständen eine Umstellung der Ernährung gehören. Entwickelt wurde der Ansatz vom Ehepaar Liebscher-Bracht.
Weil chronische Schmerzen auf einer gestörten Reizübertragung an das Gehirn basieren, setzt diese Therapie am Nerv an. Am Knochen werden sogenannte Schmerzpunkte gedrückt (Schmerzpunktpressur bzw. Osteopressur), um den dauerhaften Alarmschmerz im Gehirn zu lösen – denn dieser ist verantwortlich für muskuläre Verspannungen, die chronischen Schmerzen oftmals vorausgehen und diese wiederum verstärken können.
Die Dehnübungen der Liebscher-Bracht-Methode setzen bei Gelenkknorpel, Muskeln und Faszien an. Indem Engpässe gedehnt werden, soll der Druck auf die Knorpel verringert werden und Muskeln und Faszien lassen sich wieder dehnen und bewegen. Die Methode lässt sich nicht nur bei Rückenschmerzen einsetzen, sondern kann jeglicher Art von Schmerz Abhilfe schaffen, indem sie der Verkürzung und Verhärtung von Muskeln und Faszien vorbeugt.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Therapie nicht. (Hörzu 2016, Focus Online 2016)

Rolfing

Die Rolfing-Methode richtet ihre ganze Aufmerksamkeit auf die Faszien, einem Bindegewebe, das, wenn es verklebt, verhärtet oder verletzt wird, zu Schmerzen führt. Die Methode wird als ganzheitliche Körperarbeit verstanden und geht zurück auf die US-amerikanische Biochemikerin Ida Rolf, die das Verfahren in den 1950er Jahren entwickelte.
Sind die Faszien beeinträchtigt, gerät nach und nach der gesamte Körper aus dem Gleichgewicht. So können sie z. B. Fehlhaltungen begünstigen oder die Beweglichkeit einschränken und tragen damit zur Verstärkung von chronischen Rückenschmerzen bei. Bei der Therapie geht es in erster Linie darum, das Fasziengewebe, das sich über den gesamten Körper zieht, durch langsam ausgeübten Druck zu lösen. Dafür setzt der Therapeut die Fingerkuppen, die Handflächen, die Knöchel sowie die Ellbogen ein.
Die Kosten werden von gesetzlichen Kassen in der Regel nicht übernommen. (Hörzu 2016, Rolfingverband 2017)

Zusammenfassung: Kurz & knapp 

Die manuelle Rückentherapie ist ein wichtiger Baustein als Teil einer ganzheitlichen multimodalen Rückenschmerz-Therapie. Die manuelle Medizin sollte ergänzend zu anderen Maßnahmen wie Medikamente, (Schul-)medizinische Leistungen, Physiotherapie und Krankengymnastik sowie physikalische Maßnahmen wie Elektrostimulation (SFMS) eingesetzt werden. Es gibt verschiedene Methoden der manuellen Rückentherapie. Vier Methoden habe ich in diesem Beitrag vorgestellt. Sehr oft von Patienten verwendet wird die sog. Osteopathie. Aber darüber hinaus gibt es noch weitere Methoden. In einer Übersicht gebe ich eine knappe Zusammenfassung der Philosophien, Schwerpunkte und auch Abrechenbarkeit durch die Kassen (oder nicht).

Weiterführende Links und Quellen:

Hörzu Gesundheit 3/2016, S. 36-39 NDR Ratgeber: Mit sanften Handgriffen Schmerzen lindern, 2015
Bundesvertretung der Osteopathen in Deutschland: Was ist Osteopathie, Stand 8.2017
Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland: Shiatsu. Berührung, die hilft. Stand 8.2017
Focus Online: Therapie nach Liebscher und Bracht soll selbst chronische Schmerzen heilen, 2016
Rolfingverband: Rolfing – grundlegendes Verständnis der Faszien, Stand 8.2017
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