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„Wer Schmerzen erfolgreich behandeln will, muss sie ganzheitlich verstehen und angehen.“

Dr. Tobias Weigl

Dr. Tobias Weigl

Hilfsmittel bei Rückenschmerzen – Von der klassischen Bandage über Pezziball bis zur modernen App

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„Hilfsmittel wie die Small Fiber Matrix Stimulation® sind extrem wichtige Bausteine bei der Behandlung von Rückenschmerzen.“ — Dr. Tobias Weigl

Was tun gegen Rückenschmerzen? Die Bandbreite der Hilfsmittel zur Behandlung von Schmerzen im Rücken ist groß und reicht von klassischen medizinischen Hilfsmitteln wie Bandagen, Orthesen () und Elektrostimulationsgeräten über weniger klassische wie den
Pizzo-Ball, das Terra-Band und ergonomisches Sitzmobiliar bis hin zu modernen Mitteln wie einer App für das Mobiltelefon oder einen Schrittzähler. Es ist wichtig, diese Hilfsmittel als metaphorische „Blume im Blumenstrauß“ zu betrachten, da auch sie einen entscheidenden Beitrag zur Behandlung von Rückenschmerzen leisten. Welche Funktionen die einzelnen Hilfsmittel haben und wie diese bestmöglich angewendet werden können, erfahren Sie im Folgenden.

Welche Hilfsmittel können bei der Behandlung von Rückenschmerzen zum Einsatz kommen? Die klassischen Hilfsmittel der Medizin Zusätzliche Hilfsmittel Moderne Unterstützung Häufige Patientenfragen

Zu lange schon plagt sich Manfred mit diesen Rückenschmerzen herum und fühlt sich einfach machtlos. Nach seinem letzten Besuch beim Arzt aber hat dieser ihm empfohlen, sich neben den medizinischen Hilfsmitteln wie der Stützbandage auch mal den weniger gängigen zu widmen, da er so auch selbst effektiv zum Genesungsprozess beitragen könne. Mit seinem Arbeitgeber hat er bspw. schon über einen ergonomischen Stuhl gesprochen und auch einen Sitzball darf er ausprobieren. Der Arzt sagte ihm, was er davon benutze, liege in seinem Ermessen. Und aufs Handy hat sich Manfred auch noch eine App runtergeladen, die ihn über Trainingsmethoden informiert, die dabei helfen, den Rücken zu stärken.

1. Welche Hilfsmittel können bei der Behandlung von Rückenschmerzen zum Einsatz kommen?

Die Hilfsmittel, die zur Therapie von Rückenschmerzen eingesetzt werden können, sind zahlreich. Dabei kann unterschieden werden in medizinische Hilfsmittel wie Orthesen, Bandagen und Elektrostimulationsgeräte, die im Heil- und Hilfsmittelkatalog der Krankenkassen aufgeführt sind, alternative Hilfsmittel, die passiv oder aktiv Anwendung finden, z. B. das Theraband für Rückenübungen oder eine Rückenmatratze, und moderne Ansätze wie Apps und Schrittzähler, die Betroffene weiter zum Eigenmanagement motivieren und ihn mit wertvollen Tipps sowie Kontrollmechanismen versorgen.

2. Die klassischen Hilfsmittel der Medizin

Die Stützbandage

Bei einer Stützbandage handelt es sich um einen Gürtel für die Lendenwirbelsäule, welcher der Prävention, also der Vorbeugung, von Rückenschmerzen dient. Vor allem in Arbeitsbereichen, in denen schwere körperliche Belastung erforderlich ist, kommen diese zum Einsatz. Zum einen dienen sie der Einschränkung der lumbalen Beweglichkeit, also der Beweglichkeit des Lendenbereichs, sodass Körperhaltungen, die Verletzungen verursachen können, vermieden werden. Zum anderen erlauben sie eine Entlastung der Rückenmuskulatur während der Extensionsbewegung, wenn der Rücken also gestreckt wird. Das Problem bei ebensolchen Stützgürteln besteht darin, dass sie verhältnismäßig unbequem und bewegungseinschränkend sind. Außerdem sollten derlei Stützen, die es in unterschiedlichen Ausführungen für den Hals, das Becken oder die Lendenwirbelsäule gibt, nicht ständig getragen werden, da Patienten Gefahr laufen, psychisch von ihnen abhängig zu werden, also irgendwann der Meinung sind, sich ohne die Stütze nur wieder zu verletzen.

Die Orthese

Eine Orthese kann auch als Stützkorsett bezeichnet werden und dient der Entlastung der Rückenmuskulatur. Eine solche Orthese muss für den Einsatz am Patienten individuell angepasst, also maßgeschneidert sein und kann vorübergehend die Aufgaben einer zu schwachen Rückenmuskulatur übernehmen und die Wirbelsäule stützen. Es wird davon abgeraten, eine Orthese langfristig zu tragen, da dies nur zur weiteren Schwächung der betroffenen Muskelpartien führt. Orthesen können aber nicht nur im Bereich des Rückens, sondern auch als Einlagen im Schuh getragen werden, wo sie durch eine bessere Druckverteilung für eine verbesserte Abfederung des Körpergewichts sorgen und Fehlbelastungen der Wirbelsäule vermeiden.

Das Elektrostimulationsgerät

Im Rahmen einer Elektrotherapie kommt Strom zur Linderung von Schmerzen und zur Muskelentspannung zum Einsatz. Dabei überlagern Stromreize das Schmerzempfinden, sodass Schmerzinformationen nur gehemmt weitergeleitet werden. Außerdem verursachen die Reize die Bildung von Endorphinen, die wiederum zur Schmerzlinderung beitragen. Da diese Form der Schmerzbehandlung so gut wie nebenwirkungsfrei ist, kann der Patient mit einem tragbaren Elektrostimulationsgerät ausgerüstet werden, das ihm die Anwendung der sogenannten TENS-Behandlung (TENS = Transkutane Elektrische Nervenstimulation) ermöglicht. Diese erfolgt über einen batteriebetrieben Stimulator, den der Patient rund um die Uhr bei sich tragen kann, sodass eine Anwendung im Sinne der Schmerzlinderung mehrmals täglich über einen längeren Zeitraum erfolgen kann. Der Patient erhält dahingehend eine Einweisung in die Funktionsweise des Geräts, um sowohl Stromstärke als auch Anwendungsform während der Therapie seinen eigenen Bedürfnissen anpassen zu können. Vor allem bei chronischen Rückenschmerzen hat sich diese Methode bewährt.

Eine Neu- und Weiterentwicklung der Elektrostimulation ist die sog. Small Fiber Matrix Stimulation® (SFMS). Sie stimuliert direkt die sog. „Schmerzfasern“ und bewirkt dort morphologische Veränderungen bzw. eine Neuromodulation. Dadurch wird ein durch wiederkehrende Schmerzen krankhaftes Schmerzempfinden wieder normalisiert. Die SFMS ist somit ein wichtiger Baustein einer jeden Schmerztherapie. 

3. Zusätzliche Hilfsmittel

Pezziball

Der Pezziball, auch bekannt als Sitz-, Gymnastik-, Fit- oder Therapieball, hat im Rahmen der Rückenschmerztherapie vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Kraft- und Ausdauer sowie dem Training der Beweglichkeit. Bei der Nutzung dieses Trainingsgeräts besteht kaum Verletzungsgefahr und durch die Form des Balls wird sowohl einem Rundrücken als auch einem Hohlkreuz vorgebeugt. Das Ziel bei der Nutzung des Pezziballs besteht grundlegend darin, Muskulatur durch Training aufzubauen, vor allem im Bereich des Halte- und Stützapparats, denn dieser ist für eine korrekte alltägliche Haltung verantwortlich und beeinflusst die Funktionsfähigkeit von Stand, Sitz und Gang. Schon durch Sitzen auf dem Pezziball kann aktiv die Rückenmuskulatur trainiert werden, da keine Lehne vorhanden ist, welche die Rückenmuskulatur entlasten könnte.

Theraband

Das Theraband ist ein aus 100 % Latex bestehendes elastisches Band, das sowohl im Einzel- als auch im Gruppentraining vielseitig einsetzbar ist und unter anderem dem Aufbau der Rückenmuskulatur dienen kann. Im Rahmen der Behandlung von Rückenschmerzen trägt es zu einem Kraftzuwachs, einer Verbesserung der Körperhaltung sowie der Verminderung von Bewegungseinschränkung und Schmerzen bei. Es können dabei gezielt Muskelgruppen wie der Rückenstrecker trainiert werden. Das Band ist in insgesamt acht verschiedenen Stärken erhältlich, welche durch verschiedene Farben den Dehnungswiderstand angeben. Dabei ist ein gelbes Band am einfachsten und ein goldenes am schwierigsten zu dehnen. Das Band besticht vor allem durch seine Flexibilität, da es die Beanspruchung vieler Muskelgruppen ermöglicht und fast überall eingesetzt werden kann, z. B. am Arbeitsplatz.

Gut zu wissen!

Vom Hersteller bekommt das Theraband eine Mindesthaltbarkeit von sechs Monaten zugeschrieben. Es ist aber um einiges länger haltbar, vor allem dann, wenn es entsprechend gepflegt wird. Dazu gehört bspw., dass Risse und Löcher durch Schmuck o. Ä. vermieden werden sollten, da diese das Band direkt unbrauchbar machen. Außerdem sollte es regelmäßig mit Babypuder behandelt werden, da so die Dehnfähigkeit erhalten bleibt. Eine Reinigung des Bandes kann mit Seife und Wasser vorgenommen werden, das anschließende Pudern macht es dann wieder einsatzbereit. Es sollte aufgerollt in einer Schachtel oder Tasche gelagert werden, um direktes Licht sowie Hitzeeinwirkung zu vermeiden.

Rückenmatratze

Grundlegend gilt, dass sich die optimale Matratze bei Rückenschmerzen der vorhandenen Körperform anpasst und nicht umgekehrt. Unabhängig davon, ob wir auf dem Rücken oder auf der Seite liegen, bilden wir in den Bereichen der Lenden- bzw. Halswirbelsäule und an den Oberschenkeln Hohlräume, welche die Matratze füllen muss. Nur dann, wenn diese Hohlräume durch eine richtige Matratze gestützt werden, kann auch die entsprechende Muskulatur in diesen Bereichen entspannen. Dafür eignen sich am besten körperkonforme Kaltschaummatratzen, die preislich zwischen 300 und 1.500 Euro liegen. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass die Matratze einen mittleren Härtegrad aufweist. Der Mythos, eine harte Matratze sei einem gesunden Rücken mehr zuträglich, hat sich zwar gesellschaftlich verfestigt, ist aber ein Irrglaube. Auch ein Wasserbett ist für die Linderung von Schmerzen und das Reduzieren körperlicher Einschränkungen besser geeignet als eine harte Matratze.

Gut zu wissen!

Der Mythos „Hart liegen ist gut für den Rücken“ entstammt einer Zeit, in der Gitterpritschen üblich waren, auf die man eine Rosshaarmatratze legte. Eine ebensolche Matratze sowie das sich darunter befindende Gitter waren aber nach einer jahrelangen Anwendung durchgelegen und zwangen die Menschen beim Schlaf in eine Haltung gleich der Form einer Banane, was für den Rücken selbstverständlich sehr schadhaft war und Schmerzen verursachte. Diesen Schmerzen versuchte man entgegenzuwirken, indem man ein steifes Brett oder gar eine Tür unter die Matratze legte, um das Durchhängen eben dieser zu verhindern. In der Folge hatten die Betroffenen weniger Schmerzen und kamen zu der sich bis heute haltenden Überzeugung, dass hart liegen gut für einen gesunden Rücken sei.

 

Ergonomisches Mobiliar und Verbesserungen am Arbeitsplatz

Rückenschmerzen kann auch am Arbeitsplatz vorgebeugt werden. So kommen verstellbare Arbeitsplatzhöhen, die Anbringung von Armlehnen sowie Verlängerungen von Werkzeuggriffen infrage. Es konnte bspw. bereits belegt werden, dass Arbeitnehmer weniger Beschwerden feststellten, wenn ihnen ein einstellbarer Stuhl in Kombination mit einem Büroprogramm ermöglicht wurde. Darüber hinaus eignen sich vor allem im industriellen Bereich höhenverstellbare Arbeitstische und Hebehilfen dazu, Rückenschmerzen zu reduzieren. Wichtig ist eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung.

Aber was ist eigentlich Ergonomie? Grundsätzlich bezeichnet der Begriff die Lehre von der menschlichen Arbeit, befasst sich also mit deren Anpassung im Sinne der Arbeitsmittel, der Arbeitsorganisation sowie der menschengerechten Arbeit. Sie findet vor allem auch im Sinne der menschgerechten Arbeitsgestaltung Ausdruck im Arbeitsschutzgesetz als wichtige betriebliche Aufgabe. Die Gestaltung eines Arbeitsplatzes fällt auch in diesen Bereich und sieht vor, dass an Sitz-, Steh- oder Steh-Sitz-Arbeitsplätzen individuell einstellbares und anpassungsfähiges ergonomisches Mobiliar zur Verfügung steht. Dabei ermöglicht ein solcher Bürostuhl bspw. Beschwerdefreiheit auch nach längerem Sitzen, indem er dynamisches Sitzen ermöglicht und so die Wirbelsäure mit Nährstoffen versorgt. Ein Sattelstuhl hingegen eignet sich für Berufsgruppen, die sich viel bewegen und kommt ohne Lehne daher. Diese reduzieren die Belastung der Bandscheiben und sind höhenverstellbar. Ein solches freies Sitzen erzeugt zudem einen Trainingseffekt für sowohl Muskulatur als auch Bänder und Gelenke.

Die Tallabé-Kappe

Ein weiteres ungewöhnliches Hilfsmittel bei der Therapie von Rückenschmerzen ist die sogenannte Tallabé-Kappe. Der Begriff Tallabé stammt aus dem Nigerianischen und bedeutet so viel wie „ein Gewicht auf dem Kopf tragen, ohne es festzuhalten“. Bei der Tallabé-Kappe handelt es sich um eine herkömmliche Baseball-Cap, in die gleichmäßig verteilt ein Granulat von insgesamt 800 Gramm luftdicht eingenäht ist. Die Idee zum Produkt basiert auf der Beobachtung afrikanischer Frauen, die durch das Transportieren von Last auf dem Kopf eine spezifische Form des aufrechten Gangs entwickelt haben und selten über Rückenschmerzen klagen. Laut Firmenangaben wirkt sich die Fortbewegung mit der Kappe unmittelbar auf den menschlichen Gang aus. Dafür soll eine unbewusste Koordination der an der Bewegung beteiligten Muskelgruppen verantwortlich sein. Beworben wird das Produkt außerdem mit stärkenden Auswirkungen auf Nacken-, Schulter- sowie Rückenmuskulatur. Zudem soll die Kappe dafür sorgen, dass die Wirbelsäule besser gestützt, die unterstützenden Muskelgruppen leistungsfähiger und die Bandscheiben entlastet werden. Das Unternehmen rät dazu, die Tallabé-Kappe nicht bei dynamischen Sportarten oder Bewegungsabläufen, die den Körper aus dem Gleichgewicht bringen, zu tragen. Der Preis für eine Tallabé-Kappe liegt bei 129,- Euro.

4. Moderne Unterstützung

„Dein Rücken“ – Die App

Im Rahmen der Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ klärt die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) rundum über das Thema Rücken auf. Das Ziel der Kampagne ist das Verringern arbeitsbedingter Rückenbelastungen mittels verhältnis- und verhaltenspräventiver Ansätze. Vor diesem Hintergrund wurde auch eine begleitende App für das Smartphone entwickelt, die sowohl Arbeitgeber als auch -nehmer über ergonomische Gefährdungs- und Belastungsfaktoren aufklärt, die im beruflichen Alltag starken Einfluss auf das Entstehen von Muskel- sowie Skeletterkrankungen haben können. Außerdem enthält die App Anleitungen zu diversen Übungen und stellt individuelle Schutzmaßnahmen vor. Die App ist gratis und sowohl im Android- als auch im Applestore zu erhalten.

Weitere hilfreiche Apps für den Umgang mit Rückenschmerzen sind bspw. „Die 60 besten Rückenübungen“ oder „Rückenschule“, welche Übungen für das Büro und zu Hause mit und ohne Trainingsgeräten vorstellen.

Schrittzähler

Einem gesunden Rücken zuträglich ist natürlich auch viel Bewegung. Aber wieviel davon? Grundsätzlich besteht für Erwachsene ein Richtwert von etwa 10.000 Schritten pro Tag. Allerdings variiert diese Angabe stark zwischen 5.000 und 12.500 Schritten, je nach Aktivität der Person und abhängig davon, ob bspw. schon Beschwerden bestehen. Eine gute Hilfe bei der Bewerkstelligung dieser Anzahl Schritte kann ein Schrittzähler, ein sogenanntes Pedometer, sein. Dieser hat vor allem die Funktion, Nutzer im Alltag zum Gehen zu motivieren. Für rund 20 Euro ist ein solches Pedometer sowohl im Fachhandel als auch online zu erwerben. Um ihre gewünschte Schrittzahl zu erreichen, empfiehlt sich eine Anpassung des Alltags. So können z. B. Einkäufe zu Fuß erledigt werden, für die Sie sonst das Auto genommen hätten. Das Bundesministerium für Sport empfiehlt für Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren in puncto körperlicher Aktivität minimal 2 ½ Stunden Bewegung pro Woche, bei der sie leicht außer Atem kommen, oder 1 ¼ Stunden Sport bzw. Bewegung mit hoher Intensität, bei der sich die Atmung beschleunigt. Eine Kombination der beiden Empfehlungen ist auch möglich.

Im Übrigen wirkt sich das Gehen nicht nur auf den Rücken positiv aus, sondern trägt auch dazu bei, dass sich der Blutdruck senkt, die Fettverbrennung angeregt und die Insulinresistenz erhöht wird. Ist letztere zu niedrig, steigt nämlich das Diabetes-Risiko.

5. Häufige Patientenfragen

Welches Hilfsmittel ist denn nun das Beste?

Das lässt sich so einfach nicht sagen, da es hier auch um individuelle Bedürfnisse und Präferenzen von Patienten geht. Sie könnten versuchen, zunächst die kostengünstigen Alternativen, bspw. die App „Dein Rücken“, auszutesten, da diese viele Übungen für die Anwendung im Alltag beinhaltet, die sie in Eigenregie durchführen können. Ob Sie andere Alternativen wie den Pezziball ausprobieren sollten, können Sie in einer Rückenschule oder bei ihrem behandelnden Therapeuten oder Arzt erfragen.

Gibt es Vorgaben für die tägliche Bewegung bei der Arbeit mit einem Schrittzähler?

Richtige Vorgaben gibt es nicht, Empfehlungen aber schon. Es empfiehlt sich z. B., dass Sie sich mehrmals täglich strecken und recken, den Großteil der Woche bewusst essen und an mindestens fünf Tagen die Woche „die Herausforderung“ suchen, also bspw. nicht mit dem Fahrstuhl fahren, sondern bewusst die Treppe wählen. Außerdem ist es ratsam, an vier ausgewählten Tagen mindestens fünf Minuten Gymnastik zu betreiben, was der Beweglich zugutekommt. Etwas seltener, ca. 3 Mal à 30-40 Minuten, sollten Sie Ausdauersport betreiben oder zumindest stramm spazieren gehen, das dann aber etwas länger. Dieses Training können Sie um zwei Tage Muskelaufbautraining für den Rücken ergänzen. Wichtig: Nehmen Sie sich einen Tag die Woche frei, an dem Sie bewusst entspannen und keinen Sport treiben. Bewegung ist natürlich immer noch in Ordnung! Den Laufplan können Sie selbst gestalten, indem Sie z. B. einen Stundenplan erstellen, in den Sie eintragen, an welchem Tag Sie wie viele Minuten laufen oder Etagen bewältigen.

Worin besteht der Unterschied zwischen TENS und SFMS?

Die Small Fiber Matrix Stimulation® aktiviert gezielt die Schmerzfasern und bleibt in der Hautoberfläche. Deshalb spüren die Patienten (je nach Intensität) bei der Stimulation ein kribbelndes, leicht stechendes, piksendes Gefühl. Bei anderen Verfahren, wie z.B. TENS, dringen die Impulse tief in den Körper ein und sorgen so für ein dumpfes, pochendes, für viele Menschen unangenehmes Gefühl. Häufig sind dabei auch Muskelzuckungen zu beobachten. Diese gibt es bei der SFMS-Technologie nicht. Die Wirkung bei TENS ist in der Regel auf die Behandlung selbst und etwa 30 Minuten danach beschränkt. Obwohl TENS schon seit Jahrzehnten verwendet wird, gibt es keinen eindeutigen klinischen Nachweis für dessen Wirksamkeit. Die SFMS-Wirkung hingegen wurde in aktuellen Studien (2014, 2017) nachgewiesen.

Martin geht jetzt seit rund drei Wochen regelmäßig joggen und kann bereits leichte Besserung feststellen. Klar, bei der Kondition merkt man’s, aber auch die aufrechte Rückenhaltung beim Laufen tut ihr übriges, die Rückenmuskulatur scheint schon jetzt mehr dazu in der Lage, den Rücken zu stützen. Dazu tragen aber auch die Übungen bei, die er auf Anleitung seiner neuen App „Dein Rücken“ absolviert. Für die Arbeit will er sich demnächst noch einen Sitzball zulegen und alles dafür tun, dass er einen kraftvollen Rücken bekommt und diesen auch erhalten kann.   

 

6. Quellen

  1. Libero-Michael Bazzotti (2015): Rückenschmerzen und Verspannungen im Bett: Was tun bei Liegeproblemen? BoD – Books on Demand, Norderstedt
  2. Michael Buhr (2011): Der gesunde Rücken: Rückenschmerzen vorbeugen und heilen. Humboldt, Hannover.
  3. Fredrick Deemter (2012): Rückentraining. Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
  4. Michael Duran, Susanne Loacker (): Mein Rücken-Coach: Starke Übungen für mehr Lebensqualität. Axel Springer Schweiz AG, Zürich
  5. Ingo Froböse (2006): Das neue Rückentraining. Gräfe und Unzer, München.
  6. Dominik Irnich (2012): Den Rücken heilen: Der ganzheitliche Weg zur Selbstheilung. Südwest Verlag, München. 
  7. Alexander Jordan, Martin Hillebrecht (2013): Gymnastik mit dem Pezzi®ball: Übungsprogramme. Meyer & Meyer Verlag, Aachen.
  8. Kaufmännische Krankenkasse Hannover (2008): Beweglich? Muskel-Skelett-Erkrankungen – Ursachen, Risikofaktoren und präventive Ansätze. Springer-Verlag, Heidelberg.
  9. Hans-Dieter Kempf (2015): Die Neue Rückenschule: Das Praxisbuch. Springer-Verlag, Heidelberg.
  10. Martin Marianowicz, Silke Amthor (2012): Die Marianowicz-Methode: Mein Programm für einen schmerzfreien Rücken – *Leichte Übungen *Für Büro und zu Hause *Akuthilfe ohne Operation. Arkana, München.
  11. Horst Meise, Gesine Ratajczyk (2014): Thera-Band® und Bodytrainer Tubing. Meyer & Meyer Verlag, Aachen.
  12. Andrea Röwekamp (2016): Theraband & Pezziball: Modernes Training für einen starken Rücken. Stiebner Verlag GmbH, München.
  13. Jenny Sutcliffe (2014): Die Rückenbibel: Der komplette Ratgeber zur Vorbeugung und Heilung von Rücken-, Nacken- und Schulterproblemen. Stiebner Verlag GmbH, München

 

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