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Bewegung & Körper

Trainingsphilosophie der Funktionellen Gymnastik


Der Eckpfeiler Bewegung & Körper setzt sich aus drei Schwerpunkten zusammen. Die dahinterstehende Philosophie basiert auf dem Konzept der Funktionellen Gymnastik.

Schwerpunkt 1: Dehnung

Eine große Bedeutung bei wiederkehrenden Schmerzen haben sog. muskulär-fasziale Verspannungen. Verspannte und verkürzte Muskeln, wie sie oft durch einseitige Nutzung entstehen, können im Gehirn Prozesse bzw. Alarmzeichen auslösen, die sich in der Folge als Schmerz und Blockade in Muskeln und Faszien zeigen. Durch eine gezielte Dehnung können diese muskulär-fasziale Verspannungen gelöst und verkürzte Muskeln wieder in ihren Ursprungszustand zurückversetzt werden.

Schwerpunkt 2: Kräftigung

Parallel ist es wichtig eine gezielte Stärkung bestimmter, zumeist geschwächter Muskeln zu erreichen. Eine kräftige Muskulatur schützt vor einer (Über-)Beanspruchung von Gelenken aber auch Faszien und Sehnen. Insbesondere eine gezielte Kräftigung der Tiefenmuskulatur bzw. der sog. Stabilisatoren (s.u.) ist dabei von entscheidender Bedeutung.

Schwerpunkt 3: Bewegung

Unabhängig von gezielten Dehnungs- und Kräftigungsübungen ist eine allgemeine (erhöhte) Bewegung sehr entscheidend. Bewegung beeinflusst nicht nur das Herz-Kreislaufsystem positiv, sondern auch beispielsweise den Austausch der sog. Gelenkflüssigkeit und von Nährstoffen für Knorpel und Knochen. Gerade Schmerzen und Probleme aufgrund sog. Volkskrankheiten wie „Rücken“, Arthrose, Diabetes etc. profitieren sehr von Bewegung. Oftmals reicht dabei schon häufigeres „spazieren“.


Um dies zu konkretisieren habe ich gemeinsam mit Physiotherapeuten und Bewegungsexperten gezielte Übungen entwickelt. Diese basieren vorwiegend auf dem Konzept der Funktionellen Gymnastik. Mit Hilfe der Funktionellen Gymnastik gelingt es die drei Schwerpunkte – Dehnung, Kräftigung und Bewegung – altersgerecht und entsprechend der vorhandenen Schmerzen und Probleme durchzuführen.
Die Funktionelle Gymnastik ist die Verbindung zwischen Haltung und kontrollierter Bewegung. Dabei halten, bewegen und kontrollieren Sie den eigenen Körper (und/ oder einen Gegenstand). Ganz wie Sie es im Alltag tun! Das, was man als Funktionelle Gymnastik bezeichnet, hängt vom jeweiligen Trainingsziel ab. Hierzu zählen insbesondere:

  • Bewältigung der Alltagsaufgaben
  • Linderung von Schmerzen
  • verletzungsfreies Ausüben von Sport- oder Freizeitaktivitäten
  • sportspezifische Vorbereitung für Athleten
  • allgemeine Verbesserung von Haltung und Figur, Beweglichkeit, Kraft, Koordination, Körpergefühl, Reaktionsgeschwindigkeit, Konzentration und
  • Aufrechterhaltung der Mobilität im Alter

Das Training von Alltagsbewegungen ist genauso ein Schwerpunkt der Funktionellen Gymnastik wie das Training der die Wirbelsäule stützenden Muskulatur. Die Übungen für die tief liegenden, gelenknahen Muskeln sehen etwas anders aus als das Training der oberflächlichen Muskulatur.

Bewegen wir uns im Alltag spannen die tiefen Schichten, unsere sogenannten Stabilisatoren Millisekunden vor den oberflächlichen Schichten, den Mobilisatoren, an. Ohne diese Vor- und Mitarbeit der tiefen Muskulatur könnteenen Muskelschichten nennt sich Koordination. Doch durch unser Alltagsverhalten (Aufzug nutzen, Auto fahren), und das damit verbundene Schonen der Muskulatur, verlernen die tiefen Schichten die koordinative Fähigkeit rechtzeitig anzuspannen! Das hat zur Folge dass Gelenke schneller verschleißen und sich die Verletzungsgefahr erhöht!

Am besten erreichen Sie die Ansteuerung der tiefen Muskelschichten durch das Training der Sensomotorik! Unter Sensomotorik versteht man das direkte Zusammenspiel zwischen dem Nervensystem und der Muskulatur. Die Sensorik ist für die Aufnahme und Weitergabe von Informationen an das zentrale Nervensystem verantwortlich.
Die Motorik sorgt dafür, dass bestimmte Muskelgruppen angesteuert und angespannt werden.
Für diese Aufnahme und Weitergabe von Informationen besitzen wir unterschiedliche Wahrnehmungsrezeptoren die unterschiedlich angesteuert werden können.
Durch z.B. Impulse von außen die das Gleichgewicht irritieren, durch statische Muskelanspannungen, durch dynamische Rotationsbewegungen, durch das Aktivieren unserer Sinne! Wir wissen, dass unsere Fähigkeit der Sinneswahrnehmungen im Laufe des Lebens abnimmt, vor allem dann, wenn die Fähigkeit die Sinne einzusetzen nicht trainiert wird!

Alltags-Tipp: Stellen Sie sich beim Zähneputzen auf ein Bein (die Hälfte der Zeit auf dem einen, dann auf dem anderen Bein!)

Vor einiger Zeit hatte man noch wenig Überblick über das komplexe Zusammenspiel von Muskeln, Nerven und Skelett. Die Wirbelsäule besteht aus 24 freien Wirbeln, welche von einer Vielzahl von Bändern und Sehnen sowie von unserer Muskulatur stabilisiert werden, sowie aus weiteren 8-10 Wirbeln, die zu Kreuz- und Steißbein verwachsen sind. Trotz der vielen Bestandteile der Wirbelsäule bilden alle eine funktionelle Einheit. Die vielen kleinen Muskeln rund um die Wirbelsäule werden durch unterschiedlichste Bewegungen stimuliert, trainiert und in Form gehalten.

Schmerzende Zonen möglichst zu schonen, führt mit der Zeit dazu, dass diese Stützmuskeln weiter verkümmern. Dieses Schonen trägt anstatt zur Verbesserung dann schnell zur Verschlechterung der Beschwerden bei.
Die Übungen besitzen dynamische, aber auch statische Komponenten und sind somit auch ein Stabilisationstraining! Denn die Hauptaufgabe einiger Muskeln ist die Stabilisation! Übungen für diese Muskelgruppen sind entweder statisch, oder werden mit kleinen Bewegungsamplituden und wenig Kraftaufwand ausgeführt.
Die intelligenten, vielfältigen Übungen schützen unseren Körper vor Schäden und Abnutzungserscheinungen, und lernen unserem Körper sich im Alltag gegen die Schwerkraft zu stabilisieren!

Kurz: Ein modernes, mehrgelenkiges Training das Spaß macht und in kleinsten Trainingseinheiten bereits Erfolg zeigt, uns optimal auf den Alltag vorbereitet und Schmerzen lindern kann oder verhindern kann.

VITA Gabi Fastner

Gabi Fastner ist Staatlich geprüfte Sport- und Gymnastiklehrerin. Bekannt durch ihre Auftritte in der beliebten Fernsehserie TELEGYM und ihre millionenfach angesehenen Youtube Videos. 

Dozentin an einer Schule für angehende Gymnastiklehrer/innen in München. 

Entwicklerin mehrerer Trainingskonzepte, darunter „TIEMU“, "Funktionelles Figurtraining“, „ Brasil Workout“.

Mehrfache Fachbuchautorin in den Bereichen Fitness und Gesundheit.

Vorstandsmitglied des DGymB (Deutscher Gymnastikbund).