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Morbus Scheuermann, Scheuermann Krankheit: Ursachen, Symptome und Therapie

Morbus Scheuermann ist eine deformierende Rückenerkrankung, die im Jugendalter entsteht. Sie verursacht eine Verkrümmung der Wirbelsäule, die zu einem Buckel sowie Bewegungseinschränkungen führen kann.

Gliederung

  1. Einführung - Die Scheuermann Krankheit
  2. Was ist Morbus Scheuermann?
  3. Ursachen für Morbus Scheuermann – wie entsteht die Verknöcherungsstörung?
  4. Symptome der Scheuermann-Krankheit
  5. Diagnose von Morbus Scheuermann
  6. Therapiemöglichkeiten einer Scheuermann-Erkrankung
  7. Zusammenfassung: Kurz & knapp
  8. Weiterführende Links und Quellen

Wenn Sie wenig Zeit haben und schnell eine Zusammenfassung der wichtigsten Fakten aus diesem Artikel lesen möchten, dann bitte gehen Sie direkt an das Ende des Textes. Dort finden Sie eine kurze und knappe Zusammenfassung.

Einführung - Die Scheuermann Krankheit

Während der Wachstumsphase passiert es besonders häufig, dass die Wirbelsäule sich nicht wie vorgesehen entwickelt. Im Alter von 11 bis 17 Jahren kommt es sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen zu Wachstumsschüben, die die Wirbelsäule deutlich verändern und für Fehlhaltungen sorgen können, die bei fehlender oder falscher Behandlung zu einer langfristigen Erkrankung werden können. In der Medizin bezeichnet man eine solche Fehlentwicklung, die sich in Form eines Buckels äußert, als Morbus Scheuermann oder Adoleszentenkyphose. Eine frühe Erkennung der Erkrankung und die Einleitung der entsprechenden Therapiemaßnahmen können jedoch helfen, die Wirbelsäule wieder in ihre normale Form zu bringen (Netdoktor 2016, DocCheck 2017).

Was ist Morbus Scheuermann?

Die Scheuermann-Krankheit (medizinisches Synonym: Osteochondrosis deformans juvenili dorsi, Adoleszentenkyphose), im umgangssprachlichen Sprachgebrauch auch als „Lehrlingsrücken“ oder „Schneider-Buckel“ bezeichnet, ist eine Rückenerkrankung, die während der Pubertät bzw. in der Wachstumsphase auftritt. Sie ist benannt nach ihrem Entdecker, dem dänischen Radiologen und Orthopäden Holger Werfel Scheuermann (1877-1960), der im 19. Jahrhundert erstmals das Krankheitsbild der Scheuermann-Krankheit beschrieb. Es handelt sich dabei um eine Verknöcherungsstörung, die zu einer nach hinten ausgebildeten, konvexen Krümmung des Rückens führt. Weitere Namen der Erkrankung sind Adoleszentenkyphose oder juvenile Kyphose (von griech. kýphos = Buckel); sie wird in der medizinischen Nomenklatur als Osteochondritis deformans juvenilis dorsi bezeichnet (Netdoktor 2016, DocCheck 2017).

 

In der Regel tritt die Scheuermann-Deformation auf Höhe der Brustwirbel ein, d. h. im thorakalen Bereich. Im Lendenbereich, der oftmals ebenfalls von Rückenerkrankungen betroffen ist, kommt sie seltener vor. Sie kann ab einem Alter von 8 Jahren auftreten, abhängig davon, in welchem Wachstumsstadium sich die Wirbelsäule befindet. Jungen sind bis zu zwei Mal häufiger von einer Morbus Scheuermann-Erkrankung betroffen als Mädchen. Ihre größte Häufigkeit hat die Krankheit im Alter zwischen 11 und 13 Jahren, wo sie sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen zum ersten Mal auftreten kann. Wie stark die Verknöcherungsstörung und dementsprechend auch die Ausbildung eines Buckels ausfallen, unterscheidet sich von Einzelfall zu Einzelfall (Bomedus 2014, Netdoktor 2016, DocCheck 2017).

Epidemiologie: Wer ist am stärksten von der Scheuermann-Krankheit betroffen?

  • erstes Auftreten in den meisten Fällen im Alter zwischen dem 11. und 13. Lebensjahr
  • kann zwischen dem 8. und 14., aber auch bis zum 17. Lebensjahr auftreten
  • sowohl Mädchen als auch Jungen sind betroffen, Jungen mit einem Verhältnis von ca. 2:1 jedoch häufiger

Ursachen für Morbus Scheuermann – wie entsteht die Verknöcherungsstörung?

Die Entstehung der Scheuermann-Krankheit hängt eng mit dem Aufbau der Wirbelsäule zusammen. Um also zu verstehen, wodurch die Deformation des Rückens zustande kommt, müssen wir zunächst den Aufbau der Wirbelsäule verstehen. Von der Seite betrachtet, bildet eine gesunde Wirbelsäule eine doppelte Krümmung und erinnert an ein S. Die Bestandteile der Wirbelsäule sind in erster Linie die einzelnen Wirbelkörper, die übereinander liegen und durch die Bandscheiben zusammengehalten werden. Weil die Wirbelkörper aufgrund ihrer knöchernen Struktur selbst starr sind, die Bandscheiben aber elastisch, ist die Wirbelsäule als Ganzes nicht starr. Im Zusammenspiel aus Wirbeln und Bandscheiben erhält sie eine begrenzte Flexibilität und Beweglichkeit. Um diese Flexibilität auch im Erwachsenenalter zu gewährleisten, muss die Wirbelsäule während der Wachstumsphase in der Pubertät mitwachsen. Im Fall von Morbus Scheuermann geschieht dies jedoch nicht gleichmäßig – die Wirbelkörper nehmen eine Form an, die nicht der natürlichen Form der Wirbelsäule entspricht (Netdoktor 2016, Medizinfo 2017).

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Die noch nicht fertig ausgebildete Wirbelsäule des juvenilen (d. h. jugendlichen) Lebensabschnitts ist aufgrund der natürlicherweise entstehenden Veränderungen besonders anfällig für eine Fehlentwicklung. Häufig entsteht die Scheuermann-Krankheit durch eine verstärkte Biegebelastung, die u. a. durch langes Sitzen in gebeugter Haltung hervorgerufen wird. Kommt dann noch eine Schwächung der Rückenmuskulatur hinzu, werden die Wirbelkörper, insbesondere am unteren Ende der Brustwirbelsäule, an der Vorderseite stärker belastet als üblich. Die Folge sind Schäden an den Verbindungen von Knochen und Knorpel der Boden- und Deckplatte eines Wirbels – diese wiederum schädigen die Wachstumszone der Wirbelkörperkanten und verlangsamen das Wachstum der Wirbelkörper. Es kann sogar Gewebe aus der Bandscheibe in den Wirbelkörper eindringen, dies wird in der Diagnostik als „Schmorl-Knötchen“ bezeichnet. Auf der Vorderseite wachsen sie folglich langsamer und bilden eine Keilform aus. Ist nicht nur ein Wirbelkörper von dieser Deformierung betroffen (man bezeichnet die veränderten Wirbel auch als Keilwirbel), sondern gleich mehrere (in der Regel mindestens drei benachbarte), entsteht eine sogenannte Kyphosierung der Wirbelsäule – der Rücken nimmt eine runde Form an und bildet im schlechtesten Verlaufsfall der Erkrankung einen deutlich hervortretenden Buckel auf der Höhe der durch die Deformation betroffenen Wirbelkörper. Diese Ausbiegung nach hinten geht weit über eine leichte, nach hinten gerichtete Auswölbung des oberen, gesunden Rückens nach hinten hinaus (Netdoktor 2016, Medizinfo 2017).

Eine seltene Variante der Scheuermann-Krankheit kann im Lendenwirbelbereich auftreten. In diesem, natürlicherweise leicht nach vorne gekrümmten Bereich der Wirbelsäule kann Morbus Scheuermann für eine Abschwächung der Krümmung sorgen, wodurch ein Flachrücken entsteht; in Einzelfällen kommt es auch zu einer seitlichen Ausbiegung der Wirbelsäule, die man dann als Skoliose bezeichnet (Netdoktor 2016, Medizinfo 2017).

Wodurch Morbus Scheuermann letztlich ausgelöst wird, ist bisher nicht erforscht. Als wahrscheinliche Ursache (bzw. ein Teil mehrerer, zusammenspielender Ursachen), gilt die genetische Veranlagung, da die Erkrankung häufig bei Menschen auftritt, die bereits mehrere Fälle von Morbus Scheuermann in ihrer Familie verzeichnen. Zu den genetisch bedingten Ursachen gehören beispielsweise eine geringere Belastbarkeit der Wirbelkörper sowie angeborene Anomalitäten an deren Rändern. Darüber hat die medizinische Forschung eine Reihe von Risikofaktoren identifizieren können, zu denen u.a. Vitaminmangel, Stoffwechselstörungen, langes, gebeugtes Sitzen, eine schwache Rückenmuskulatur sowie die Wirbelsäule belastende Sportarten zählen (Bomedus 2014, Netdoktor 2016, Medizinfo 2017).

Symptome der Scheuermann-Krankheit

Obwohl die für Morbus Scheuermann typische Ausbildung eines Rundrückens bzw. Buckels vermuten lässt, dass die Erkrankung leicht zu erkennen ist, wird sie in vielen Fällen nur durch Zufall erkannt. Der Grund dafür ist die sehr unterschiedliche Ausprägung, die die Erkrankung annehmen kann. Handelt es sich z. B. nur um eine leichte Form der Adoleszentenkyphose, haben die Betroffenen oft weder einen ausgeprägt runden Rücken noch Beschwerden in Form von Rückenschmerzen. Schwere Fälle der Scheuermann-Krankheit lassen sich dagegen recht eindeutig anhand folgender Symptome identifizieren (Netdoktor 2016):

  • ausgeprägter Rundrücken bzw. Buckel
  • nach vorn fallende Schultern
  • Einschränkung des Bewegungsumfangs (insbesondere Rotation des Oberkörpers)
  • nur ca. 20% der Erkrankten hat Rückenschmerzen – diese entwickeln sich oft erst im weiteren Verlauf der Erkrankung
  • psychische Belastung durch den unästhetischen Anblick von Rundrücken bzw. Buckel

Wird Morbus Scheuermann nicht früh genug erkannt oder zu spät bzw. falsch behandelt, kann die Krankheit auch zu Spätfolgen führen, die unter dem Begriff Post-Scheuermann-Syndrom zusammengefasst werden. Dazu zählen u. a. (Netdoktor 2016):

  • chronische Rückenschmerzen
  • Haltungsschäden
  • Atemprobleme aufgrund von gekrümmter Körperhaltung
  • neurologisch bedingte Missempfindungen durch Druck der Wirbelkörper auf Nervenbahnen
  • erhöhtes Risiko eines Bandscheibenvorfalls

Die Erkrankung verläuft in drei Stadien: zunächst kommt es zu einer Fehlhaltung mit dem typischen Rundrücken (Kyphose). In diesem Anfangsstadium bleibt die Beweglichkeit noch erhalten. Danach fixiert sich die Fehlhaltung soweit, dass eine Achsenkorrektur unmöglich wird. Es kommt mit der Zeit zu einer sekundären Lendenhyperlordose (also einem starken unteren Hohlkreuz), die auch zu Beschwerden im unteren Rücken führen kann (sog. Lumbalgie). Bei Befall der Lendenwirbelsäule entsteht ein sog. Flachrücken. Die Veränderungen führen zu einer verminderten Belastbarkeit der Wirbelsäule und entsprechend sehr oft zu belastungsabhängigen Schmerzen im unteren Rücken, typischerweise nach langem Stehen.

Diagnose von Morbus Scheuermann

Abhängig davon, wie weit die Scheuermann-Erkrankung bereits fortgeschritten ist, muss die Diagnose sorgfältig und fundiert erfolgen. Es gibt andere Rückenerkrankungen, die verschiedenen Stadien von Morbus Scheuermann ähneln und aufgrund ihres vergleichbaren Erscheinungsbildes auszuschließen sind, bevor der behandelnden Haus- oder Kinderarzt die Diagnose Morbus Scheuermann stellen kann. Um sich dem Krankheitsbild zu nähern, sollte der Arzt zunächst die jüngere und länger zurückliegende Krankheitsgeschichte überprüfen. Ergänzende Fragen zu ähnlichen Symptomen oder Erkrankungen früherer Generationen können die frühe Erkennung von Morbus Scheuermann unterstützen. Im Rahmen eines ausführlichen Patientengesprächs versucht der Arzt zunächst, die Lage der Schmerzen zu lokalisieren, deren Charakter zu beschreiben und die Symptome einzugrenzen. Weitere Gegenstände des ersten Gesprächs zwischen Arzt und Patient sollten eventuelle Funktionseinschränkungen oder neurologische Beeinträchtigungen sein, sowie die Evaluierung krankheitsbegünstigender Aspekte, die u. a. beruflicher oder sportlicher Natur sein können (Netdoktor 2016).

Im Anschluss an das Patientengespräch findet in der Regel eine körperliche Untersuchung statt, durch die sich die Form der Wirbelsäule, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen überprüfen lassen. Je weiter fortgeschritten die Erkrankung bereits ist, desto auffälliger ist die Verformung der Wirbelsäule in der Regel und somit auch mit bloßem Auge zu erkennen.

Den Abschluss der Diagnostik bildet üblicherweise das Röntgenbild, das die Verformung deutlich erkennbar zeigt. Bei einem M. Scheuermann zeigen sich im Röntgenbild sog. keilförmige Wirbelkörper, Schmorl-Knötchen sowie eine Randkantenablösung. Mithilfe des sogenannten Cobb-Werts lässt sich die Intensität der Krümmung bewerten (Netdoktor 2016).

Therapiemöglichkeiten einer Scheuermann-Erkrankung

Sobald Morbus Scheuermann diagnostiziert wurde, geht es darum, eine weitere Verformung der Wirbelsäule aufzuhalten bzw. zu verhindern, dass die Krankheit sich verschlimmert. Im Hinblick auf die Behandlungsmöglichkeiten und Erfolgsaussichten ist eine Früherkennung der Erkrankung von besonderer Wichtigkeit. In der Regel wird Morbus Scheuermann mit konservativen Therapieansätzen behandelt, zu denen u. a. Medikamente, Physikalische Therapie und eine Korsetttherapie zählen. Ein operativer Eingriff wird nur in seltenen Fällen durchgeführt (Bomedus 2014, Netdoktor 2016).

Medikamentöse Therapie bei M. Scheuermann

Medikamente können im Fall einer Scheuermann-Erkrankung nur zur Schmerzlinderung verschrieben werden. Gegen die Ursache der Krankheit haben Medikamente dagegen keine Wirkung. Wenn es durch die Fehlhaltung zu Muskelverspannungen kommt, können zudem muskelentspannende Medikamente verschrieben werden. Typische Medikamente sind die NSAR wie Ibuprofen und Diclofenac.

Physikalische Therapie bei M. Scheuermann

Für die Wiederaufrichtung der Wirbelsäule wird in der Regel Krankengymnastik, die sog. Scheuermann-Gymnastik, eingesetzt, die durch speziell auf die Verkrümmung abgestimmte Übungen der Krümmung entgegenwirkt. Zudem werden durch regelmäßiges Training die Muskelgruppen des Oberkörpers gestärkt, um eine aufrechte Haltung aus eigener Kraft vorzubereiten und die Wirbelsäule zu mobilisieren.

Korsetttherapie bei Morbus Scheuermann

Wenn die Fehlhaltung aktiv nicht mehr korrigiert werden kann, erhalten die Patienten zur Korrektur eine Orthese (Korsett). Ein stützendes Korsett kann die Wiederaufrichtung der Wirbelsäule unterstützen. Ab einem bestimmten Krümmungsgrad, der durch den Cobb-Wert bestimmt wird, kann der Arzt ein Stützkorsett verschreiben, um eine weitergehende Verkrümmung der Wirbelsäule aufzuhalten. Obwohl diese Therapieform bei konsequenter Anwendung (zu Beginn rund um die Uhr, später nur noch nachts) zu nachweisbaren Erfolgen führen kann, lehnen viele Jugendliche die Korsetttherapie ab, da sie Angst haben, gehänselt zu werden.

Operation (sog. operative Aufrichtung) bei Morbus Scheuermann

Wird ein Morbus Scheuermann während des Wachstumsstadiums erkannt, können gezielte Therapieansätze die Wiederaufrichtung der Wirbelsäule unterstützen, so dass in der Folge gar keine Operation notwendig wird. Grundsätzlich ist ein operativer Eingriff erst dann möglich, wenn das Wachstum der Wirbelsäule sicher abgeschlossen ist. Wird dagegen zu früh operiert, kann die Wirbelsäule bei weiterem Wachstum erneut Schaden nehmen. In der Regel wird eine Operation jedoch nur dann in Betracht gezogen, wenn ein bestimmter Krümmungsgrad überschritten wird. Dieser Krümmungsgrad (Cobb-Winkel) sollte > 80° sein (Netdoktor 2016).

Zusammenfassung: Kurz & knapp

Als Morbus Scheuermann bezeichnet man eine Wachstumsstörung der Wirbelsäule, v.a. der Grund- und Deckplatten der Wirbelkörper. In der Folge kann es zur sog. Rundrückenbildung und einer sekundären Bandscheibendegeneration kommen. Als alternative Erkrankung sollte zuerst immer eine muskulär bedingte Haltungsschwäche ausgeschlossen werden. Der M. Scheuermann ist eine relativ häufige Wirbelsäulenerkrankung, die v.a. Jungen im Alter von 10-13 Jahren betrifft. Die genauen Ursachen sind unklar. Vermutet wird eine verminderte Belastbarkeit bei gleichzeitig verstärkter mechanischer Beanspruchung. Die Erkrankung verläuft typischerweise in drei Stadien. Bei der Therapie stehen im Vordergrund spezielle physiotherapeutische Übungen (sog. Scheuermann-Gymnastik), die der Kyphose bzw. Lordose (also der Rundrückenbildung) entgegen wirken sollen. Bei einer stärkeren Ausprägung bekommen Patienten ein Korsett. Bei einer sehr ausgeprägten Deformierung wird eine Operation (sog. operative Aufrichtung) notwendig.

Weiterführende Links und Quellen

Bomedus Schmerzglossar: bomedus.com/wissen/schmerzglossar/
AllEx, Thieme 2012
DocCheck Flexikon, Scheuermann-Krankheit
Netdoktor, Morbus Scheuermann
Bomedus: Spezifische Rückenschmerzen – Ursachen von Rückenschmerzen & Wirbelsäulenverletzungen, https://bomedus.com/wissen/leitartikel/46_spezifische-rueckenschmerzen-ursachen-von-rueckenschmerzen-wirbelsaeulenverletzungen/, 2014
Medizinfo, Aufbau der Wirbelsäule
Medizinfo, Scheuermann-Krankheit: Ursachen und Krankheitsentwicklung
Bildquelle: Fotolia Datei: #73803471 | Urheber: Köpenicker

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