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Spezifische Rückenschmerzen - Ursachen von Rückenschmerzen & Wirbelsäulenverletzungen

Gliederung

  1. Einführung - Was sind spezifische Rückenschmerzen?
  2. Wie werden spezifische Rückenschmerzen diagnostiziert?
  3. Spezifische Rückenschmerzen - Mögliche Therapieansätze: ganzheitlich und multimodal
  4. Wirbelsäulenfrakturen und Traumata
  5. Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen
  6. Spezifische Wirbelsäulenerkrankungen
  7. Psychische und soziale Auslöser
  8. Zusammenfassung: Kurz & knapp
  9. Weiterführende Links und Quellen

Wenn Sie wenig Zeit haben und schnell eine Zusammenfassung der wichtigsten Fakten aus diesem Artikel lesen möchten, dann bitte gehen Sie direkt an das Ende des Textes. Dort finden Sie eine kurze und bündige Zusammenfassung. 

Einführung - Was sind spezifische Rückenschmerzen?

Bei Rückenschmerzen unterscheidet man zwischen unspezifischen (ca. 80%) und spezifischen Schmerzen. Spezifische Rückenschmerzen können in der Regel eindeutig diagnostiziert werden und beruhen auf strukturellen Schädigungen des Bewegungsapparates.
Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Gründen für einen Arztbesuch und stehen auch als Ursache für Krankschreibungen und Arbeitsunfähigkeit ganz oben auf der Liste. Rund 80% der Deutschen haben zu irgendeinem Zeitpunkt im Leben einmal Rückenschmerzen – kein Wunder, ist der Rücken doch als Dreh- und Angelpunkt des menschlichen Körpers täglich einer deutlichen Belastung ausgesetzt. Die Doppel-S-Krümmung der Wirbelsäule ermöglicht zwar den aufrechten Gang, ist aber auch anfällig für Haltungsschäden und strukturelle Überlastungen.

Um zu verstehen, wie Rückenschmerzen entstehen, gilt es zwischen den sogenannten spezifischen und den unspezifischen Rückenschmerzen zu unterscheiden. Das Spektrum möglicher Ursachen für den Rückenschmerz ist breit gefächert und reicht von einfachen Einschränkungen, die schnell und ohne großen Aufwand behoben werden können, bis zu ernsten Erkrankungen, die jedoch nur selten vorkommen. Auch der Ausgangspunkt der Schmerzen ist nicht auf einen Ort beschränkt – da der Rücken sich aus Knochen, Gelenken, Muskeln, Bändern und den Bandscheiben zusammensetzt, kann jede dieser Strukturen für den Schmerz verantwortlich sein. Es liegt in der Hand des behandelnden Arztes, die Ursache der Rückenschmerzen zu identifizieren; eine spezifische Ursache ist allerdings selten, viel häufiger treten funktionelle bzw. unspezifische Rückenschmerzen auf, deren Ursache oftmals nicht erkennbar oder zurückzuverfolgen ist (Deutsche Schmerzgesellschaft 2012).

Wir sprechen dann von einem spezifischen Schmerz, wenn die Befunde, die während der Diagnose des behandelnden Arztes erstellt werden, auf eine strukturell erkennbare Ursache zurückgeführt werden können. Auch die Intensität des Schmerzes spielt bei der Diagnose eine wichtige Rolle. Treten im Rücken starke Schmerzen auf, hat der Arzt im Anschluss an eine körperliche Untersuchung z. B. die Möglichkeit einer Röntgenaufnahme, eines CTs oder eines MRTs, um die knöcherne Struktur des Rückens, in erster Linie also die Rückenwirbel, auf Schädigungen zu überprüfen. Zeigt das Röntgenbild eine Beschädigung der Bandscheibe, ist der Fall schnell klar – der Bandscheibenvorfall kann aufgrund bildgebender Verfahren diagnostiziert und die entsprechende Behandlung eingeleitet werden (DocCheck 2017).

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In der Regel sind Erkrankungen, die mit dem Rückenmark oder den aus dem Mark austretenden Nervenwurzeln verbunden sind, für den Eintritt spezifischer Rückenschmerzen verantwortlich. Sie sind ein Grund dafür, dass der Schmerz spezifisch lokalisiert werden kann, denn er tritt innerhalb des Versorgungsgebiets der Nerven auf. Zudem treten spezifische Rückenschmerzen in den meisten Fällen akut auf, d. h. plötzlich und über einen kurzen Zeitraum. Wird eine spezifische Ursache erkannt, verschwindet der Schmerz in der Regel im Zuge der Behandlung (DocCheck 2017).

Wie werden spezifische Rückenschmerzen diagnostiziert?

Bei der Diagnose im Fall von Rückenschmerzen geht es in erster Linie darum, schwerwiegende Erkrankungen, die langwierige Folgen nach sich ziehen können, auszuschließen. Um einzelne Ursachen, die den Schmerz ausgelöst haben, ausschließen zu können, stehen in der Regel ein ausführliches diagnostisches Gespräch sowie eine körperliche Untersuchung am Beginn der ärztlichen Betreuung. Ergeben sich in diesem Rahmen mögliche spezifische Ursachen, die beispielsweise auf unser Beispiel des Bandscheibenvorfalls hinweisen, kommen in einem zweiten Schritt bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen, CT (Computertomografie) oder MRT (Magnetresonanztomografie) zum Einsatz, die den ersten Befund bestätigen oder widerlegen (Deutsche Schmerzgesellschaft 2012). Um eine verlässliche Diagnose abgeben zu können, muss der behandelnde Arzt im Diagnosegespräch abklären, ob die Rückenschmerzen in Kombination mit einer der folgenden Erkrankungserscheinungen auftreten:

  • Fieber, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit
  • Lähmungserscheinungen in den Beinen
  • Störung der Harnblasen- oder Darmfunktion
  • Taubheit im Gesäß

Je nachdem, welche Kombination im Zusammenhang mit den Rückenschmerzen vorliegt, oder im Fall einer bereits bekannten Tumorerkrankung, Osteoporose oder HIV-Infektion, verstärkt sich der Verdacht auf eine spezifische, im Zweifel schwerwiegende Erkrankung, die weitere Untersuchungen erfordert. Auch die regelmäßige Einnahme von Kortison, eine deutliche Verstärkung der Schmerzen über einen bestimmten Zeitraum oder das Auftreten von Schmerz nach einer starken körperlichen Belastung sind Indikatoren für verschiedene Arten des Rückenschmerzes und sollten im Diagnosegespräch zur Sprache gebracht werden (Deutsche Schmerzgesellschaft 2012).

Spezifische Rückenschmerzen - Mögliche Therapieansätze: ganzheitlich und multimodal

Wie die Behandlung bzw. Therapie im Anschluss an eine Diagnose im Bereich der Rückenschmerzen aufgebaut wird, orientiert sich daran, wie die Diagnose ausfällt: Kann der Arzt Auslöser im Sinne einer körperlichen Schädigung feststellen, liegt eine spezifische Ursache vor. Gibt es dagegen keine strukturellen Schädigungen, die als Auslöser der Rückenschmerzen in Frage kommen, handelt es sich um unspezifische Rückenschmerzen, die einer eigenen Behandlungsform bedürfen. Die Therapie spezifischer Rückenschmerzen umfasst in der Regel eine Schmerztherapie und Krankengymnastik, nur in seltenen Fällen wird eine Operation notwendig (Deutsche Schmerzgesellschaft 2012, DocCheck 2017).
Die Schmerztherapie orientiert sich sowohl an der Intensität und der Qualität der Schmerzen und ist auf die einerseits schnelle, andererseits aber nachhaltige Reduktion der Schmerzen ausgerichtet. Häufig kommt eine multimodale Therapie zum Einsatz, die aus mehreren Therapiebausteinen besteht und mit einem breit gefächerten Ansatz oftmals den größten Behandlungserfolg verspricht. Abhängig davon, welchen Ansatz der behandelnde Arzt wählt, kann eine Schmerztherapie aus Bausteinen wie Medikamenten, Bewegungstherapie, Alternativer Medizin Physikalischer Therapie und invasiven Verfahren bestehen. Durch Krankengymnastik und aus dem eigenen Antrieb des Patienten kommende, regelmäßige Bewegung wird der Rücken zudem mobilisiert und erfährt eine verbesserte Beweglichkeit. Darüber hinaus spielt innerhalb eines ganzheitlichen, d. h. auf den Mensch als Ganzes ausgerichteten Therapieverfahrens die Psyche eine wichtige Rolle und wird im Rahmen einer psychologisch-verhaltensmedizinischen Therapie gleich mitbehandelt (Schmerzliga 2017).
Vielen Patienten ist nicht bewusst, dass sie ein Recht auf eine umfassende Schmerztherapie haben. Obwohl die moderne Medizin den Ärzten umfangreiche Möglichkeiten bietet, Schmerzen im Allgemeinen und insbesondere Rückenschmerzen zu behandeln, erhalten viele Patienten nur auf Nachfrage die Therapie, die ihren Schmerz schnell und dauerhaft lindert. Erst mit dem Wissen um die entsprechenden Therapiemöglichkeiten können diese Patienten ihr Recht geltend machen – im Zweifel lohnt es sich sogar, den Arzt zu wechseln oder auf eine Überweisung zu einem Schmerztherapeuten zu bestehen (Schmerzliga 2017).

Wirbelsäulenfrakturen und Traumata

Ursachen von Rückenschmerzen sind mannigfaltig. Als Achsenorgan des menschlichen Körpers ist die Wirbelsäule häufigen Gewalteinwirkungen ausgesetzt. Das Vorkommen von Wirbelsäulenverletzungen wird in den westlichen Ländern mit etwas 60 Fällen auf 100.000 Einwohner pro Jahr angegeben. 25-40% davon sind mit neurologischen Störungen bzw. Ausfällen verbunden.
Knapp 20% der Betroffenen sind polytraumatisiert, d.h., dass diese viele verschiedene und oftmals lebensgefährliche Verletzungen haben. Ursachen von Wirbelsäulenschädigungen bzw. die Hauptunfallursachen sind Verkehrsunfälle (50%), gefolgt von Stürzen aus größerer Höhe oder Sprüngen in zu flache Gewässer (20-35%), Sportunfälle und andere Gewalteinwirkungen (15-30%). Dementsprechend sind am häufigsten 20 - 30-Jährige betroffen. Ein zweiter Altersgipfel besteht zwischen dem 70. und 80. Lebensjahr. Männer sind gegenüber Frauen etwa doppelt so häufig betroffen.

Degenerative Wirbelsäulenerkrankungen

Eine Degeneration der Wirbelsäule ist physiologisch, d.h. normal und typisch ab einem bestimmten Alter. Jeder 10. Patient in der allgemeinärztlichen, jeder 2. Patient in der orthopädischen Praxis wird wegen degenerativer Wirbelsäulenbeschwerden vorstellig.

Somit sind degenerative Wirbelsäulenschädigungen eine häufige Ursache von Rückenschmerzen. Bei der vorzeitigen Berentung sind sie die wichtigste Erkrankungsgruppe. Laut BKK Gesundheitsstudie 2013 sind degenerative Wirbelsäulenerkrankungen ferner mit Hauptursache für Arbeitsausfälle.

Alle am Aufbau der Wirbelsäule beteiligten anatomischen Strukturen, nämlich Bandscheiben, Wirbelkörper, Wirbelgelenke, Muskulatur und Bänder, durchlaufen während des Lebens einen physiologischen Verschleißprozess und sind damit in verschiedenster Form Ursache von Rückenschmerzen.

 

Im folgenden TV-Interview erklärt Ihnen Dr. Tobias Weigl Alles rund um die Volkskrankheit Rückenschmerz. Vor allem geht er auch auf die Bedeutung spezifischer und unspezifischer Rückenschmerzen ein. Mehr Videos auf dem YouTube-Kanal Video-Visite Dr. Weigl.

Typisch ist die Reduktion des Wassergehaltes der Bandscheibe. Die Bandscheiben dienen zum Abfedern von Gewicht, Druck und Stoßbewegungen und geben gleichzeitig der Wirbelsäule ihre Flexibilität. Die Bandscheiben im Lendenwirbelbereich haben nur eine Auflagefläche von rund vier Zentimetern. Sie tragen aber die komplette Last des Körpers.

Je nachdem was man macht, wird der Druck auf die Vorderkanten von Wirbelknochen und Bandscheiben verlagert. Über die Zeit und je nach Stärke von Belastung kann es zur Rissbildung, auch Chondrose bezeichnet, kommen. Eine Chondrose entspricht der radiologischen Höhenminderung des Zwischenwirbelraumes und bewirkt eine Instabilität des Bewegungssegmentes. Ferner kann es zum typischen Bandscheibenvorfall kommen [siehe unten]. Interessant sind ausgewählte Durchschnittswerte bzgl. der Druckbelastung auf die Bandscheibe:

 

  • Liegen auf dem Rücken: 20 Kilo
  • Aufrechtes Sitzen: 90 Kilo
  • Entspanntes Stehen: 100 Kilo
  • Sitzen mit vorgebeugtem Oberkörper: 170 Kilo
  • Stehen mit vorgebeugtem Oberkörper: 220 Kilo

Alter aber auch bestimmte häufige Bewegungen und Sportarten sind Ursache für die degenerativen Erkrankungen und damit zumeist Ursache von Rückenschmerzen. Beim Laufen oder Joggen wirkt bei jedem Schritt eine Aufprallkraft in der Wirbelsäule, die etwa das Dreifache des Körpergewichts ausmacht. Aufgrund dieser starken Beanspruchung treten Abnutzungserscheinungen auf. Dennoch überwiegen die Vorteile vom Laufen/ Joggen – jedoch in Maßen.

In diesem Beitrag auf dem YouTube Kanal Video-Visite erklärt Dr. Tobias Weigl sehr anschaulich den Aufbau der Wirbelsäule und die dazu gehörigen vier Abschnitte. Auch erklärt er typische Verletzungen und Erkrankungen der Wirbelsäule wie z.B. den Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose oder Wirbelgleiten.

Spezifische Ursachen von Rückenschmerzen

Muskelspasmen und „Hexenschuss“

Eine häufige Ursache für Rückenschmerzen sind Muskelspasmen. Eine falsche Bewegung im Rücken kann dazu führen, dass einzelne Muskeln oder mehrere Muskelgruppen kontrahieren und schließlich „zumachen“. Dies kann starke Schmerzen verursachen. Da der Schmerz dann typischerweise plötzlich einschießt, spricht man im Volksmund auch von einem „Hexenschuss“ bzw. medizinisch von Lumbago oder dem Ischiassyndrom. Meist ist dabei der Lendenwirbelbereich betroffen und es kommt zu Bewegungseinschränkungen.

Manchmal reicht schon ein Niesen, Husten oder das Herunterbücken zum Schuhe binden, um einen Muskelspasmus und damit Rückenschmerzen auszulösen. Dann kann es zu Quetschungen oder Einengungen des aus dem Rückenmark austretenden Ischiasnervs kommen. Die Einklemmung des Ischiasnerves ist eine sehr häufige Ursache von Rückenschmerzen. In der Regel ist keine medizinische Behandlung notwendig, da die Muskelspasmen mit der Zeit wieder von alleine abklingen. Sollte dennoch eine medizinische Intervention notwendig sein, dann gibt es die folgenden Möglichkeiten:

 

  • Schmerzmittel: Einnahme von NSAR (Diclofenac, Ibuprofen)
  • Physikalische Therapie: Wärmebehandlung wodurch es zur Entspannung und Auflockerung der Muskulatur kommt
  • Dehnübungen: Die verkrampfte Muskulatur wird gelockert. Ferner sorgt die Bewegung für eine bessere Durchblutung und die Entzündung geht dadurch schneller vorbei.

Entscheidend ist eine Prophylaxe, v.a. wenn bereits eine Hexenschuss aufgetreten ist. Gezielte Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur werden empfohlen.

 

Im folgenden Video-Beitrag gibt Dr. Tobias Weigl eine gute Übersicht über die Häufigkeiten verschiedener Ursachen von Rückenschmerzen. Angefangen von der Unterscheidung zwischen unspezifischen und spezifischen Rückenschmerzen über die Häufigkeiten von Bandscheibenvorfällen versus Spinalkanalstenose versus Wirbelgleiten versus Morbus Bechterew versus Skoliose oder auch dem Morbus Scheuermann. Ein sehr guter und übersichtlicher Vergleich basierend auf der Auswertung unzähliger Berichte und Statistiken.

Bandscheibenvorfall

Als Synonym verwendet man auch den Begriff Diskushernie. Beim Bandscheibenvorfall kommt es zum Austritt von Nukleus-Material (Material vom Nucleus pulposus). Ursache können sein plötzliche Verletzungen oder am häufigsten degenerative Veränderungen [siehe oben]. Beim Bandscheibenvorfall handelt es sich um den Austritt einer gallertartige Masse, die im Inneren der Bandscheibe liegt (sog. Nucleus pulposus). Die Beschwerden und häufigen Rückenschmerzen sind abhängig von der Stelle des Bandscheibenvorfalls. Die auslaufende Masse kann auf die Nerven im Rückenmarksbereich drücken und so zu Rückenschmerzen und Symptomen, wie Lähmungen, Taubheitsgefühlen oder Funktionsstörungen von Organen, führen. Am häufigsten sind Vorfälle auf L4/ L5 und L5/ S1.

Man unterscheidet zwischen:

 

  • Protrusion: Verwölbung des Anulus fibrosus und des hinteren Längsbandes
  • Prolaps: Vorfall der Bandscheibe mit Austritt von Nukleus-Gewebe aus dem Anulus fibrosus
  • Sequester: Vorfall des Nucleus pulposus mit Verlust der Verbindung zur Bandscheibe

Typische Kennzeichen sind:

  • Schmerzen, einer oder mehrerer Nervenwurzeln, häufig ausstrahlend (Lumboischalgie), meist einseitig
  • Skoliotische Fehlhaltung
  • Reflexasymmetrien (Patella- und Achillessehnenreflex)
  • Kraftminderung einzelner Kennmuskeln
  • Sensibilitätsstörungen
  • Lähmungen
  • Sonderfall und Notfall-OP: Cauda-Syndrom (sog. Reithosenanästhesien, unwillkürlicher Stuhl- und Harnabgang).

Die konservative Therapie bei Schmerzen nach einem Bandscheibenvorfall umfasst zunächst immer Lagerung im Stufenbett, physikalische Maßnahmen (Wärme und Massage), Extensionsbehandlung, NSAR-Medikamente (Diclofenac, Ibuprofen), Akupunktur, Krankengymnastik, Wirbelsäulennahe Infiltration mit Lokalanästhetika und Kortison. Auch die Anwendung einer gezielten Elektrotherapie kann eine Schmerzlinderung herbeiführen und im Idealfall eine Operation überflüssig machen.

Bei der operativen Therapie unterscheidet man die Spondylodese, welche v.a. bei älteren Patienten bzw. Patienten mit Verschleißerscheinungen durchgeführt wird. Dabei wird die betroffene Bandscheibe, inkl. der Facettengelenke herausgenommen und durch einen Titankorb (sog. Cage) ersetzt. Es folgt eine Stabilisierung/ Versteifung der betroffenen Wirbelkörper durch einen sog. Fixateur interne (spezielle Schrauben, Platten und Stäbe aus Edelstahl oder Titan). Eine weitere Methode ist das Einsetzen einer Bandscheibenprothese, die vorzugsweise bei jungen Patienten ohne Degeneration der Facettengelenke angewendet wird.

Skoliose

Die Skoliose ist eine Wachstumsdeformität der Wirbelsäule mit fixierter Seitausbiegung und ebenfalls eine häufige Ursache von Rückenschmerzen. Die Seitausbiegung beträgt mehr als 10 Grad, wobei diese Definition häufig schwankt. Die Skoliose ist wohl die am längsten bekannte orthopädische Erkrankung. Die zunehmende Verunstaltung des Körpers hat die Menschen zu allen Zeiten stark beeindruckt und zu intensiven Bemühungen um die Aufklärung und Behandlung dieser Erkrankung geführt. Dennoch wurden bis heute viele Probleme und Folgen, die die Skoliose verursacht, nicht befriedigend gelöst.

In diesem Beitrag von Video-Visite beschreibt Dr. Tobias Weigl die Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten bei Skoliose. Die Skoliose wird am häufigsten im Alter zwischen 10-12 Jahren diagnostiziert, bei Mädchen 3-5x häufiger als bei Jungen. Genau darum geht es in diesem Video.

Die Erkrankungshäufigkeit schwankt zwischen 0,13 und 13,6%, wobei Mädchen viermal häufiger betroffen sind als Jungen. Die unterschiedlichen Angaben sind auch auf die Definitionsschwierigkeiten zurückzuführen.Die häufigste Form ist die rechts-konvexe thorakale Skoliose. Bei 80% der Fälle ist die Ursache unbekannt. Man unterscheidet je nach Erkrankungsbeginn zwischen Säuglingsskoliose (bis 1. Lebensjahr), infantile Skoliose (m>w; bis 4. Lebensjahr), juvenile Skoliose (w>m; bis 10. Lebensjahr) und adoleszente Skoliose (w>m; ab 10. Lebensjahr; am häufigsten).

 

  • Typische Kennzeichen sind:
  • Verringerte Rumpflänge, abnehmendes Verhältnis zwischen Sitz- und Stehgröße
  • Ungleichmäßiger Schulterstand
  • Rippenbuckel und Lendenwulst
  • Asymmetrische Taillendreiecke
  • Seitabweichung.

Die typische Diagnostik erfolgt mittels Röntgen. Dabei verwendet der Arzt eine Messmethode nach Cobb. Diese beurteilt das Ausmaß der Krümmung auf dem Röntgenbild. Die Therapie einer Skoliose richtet sich häufig nach dem Cobb-Wert (bis 20° Physiotherapie; 20°-50° Physiotherapie + Korsett (im Wachstum); über 50° operative Therapie (die OP bewirkt eine Aufrichtung und Stabilisierung der Wirbelsäule bei gleichzeitiger Bewegungsminde

Morbus Bechterew

Morbus Bechterew ist eine entzündliche rheumatische Erkrankung der Wirbelsäule mit Kyphose an den Ileosakralgelenken. Es kommt zu einer Verknöcherung/ Versteifung der Ileosakralgelenke. Die Erkrankung verläuft schubweise, v.a. nächtliche Beschwerden treten auf. Häufig kommt es zu Schmerzen, v.a. zu Rückenschmerzen, und zur Gelenkversteifung. Es kann ein totaler Rundrücken entstehen. Im Röntgenbild erkennt man sog. Syndesmophyten (Wirbelkörperspangen), später entsteht eine sog. Bambusform der Wirbelsäule im Röntgenbild. Das Blutbild des Patienten ergibt erhöhte Entzündungsfaktoren sowie HLA B27 (90% der Fälle) jedoch keine Rheumafaktoren. Als Therapie wird Physiotherapie/ Krankengymnastik empfohlen. Im Extremfall erfolgt eine operative Einsteifung um die Ursachen der Rückenschmerzen dauerhaft zu reduzieren.

Dieses Video handelt vom Morbus Bechterew. Eine gute Zusammenfassung und alles Relevante rund um diese heimtückische Autoimmunerkrankung.

Morbus Scheuermann

Morbus Scheuermann ist eine Wirbelsäulendeformität und Ursache von Rückenschmerzen vor allem bei jüngeren Betroffenen. Gemäß Definition handelt es sich um eine wachstumsbedingte vermehrte Kyphose der Brustwirbelsäule im thorako-lumbalen Übergang mit Wachstumsstörungen an Deck- und Grundplatten der Wirbelkörper und Bandscheibenverschmälerung. Man spricht im Volksmund auch vom sog. Lehrlingsrücken.

Erstmaliges Auftreten ist meist zwischen dem 11. und 13. Lebensjahr. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. Ursache können sein mechanische Beanspruchung (z.B. Turnen, Trampolin springen) und Haltungsstörungen. Ferner kann auch eine Stoffwechselstörung ursächlich sein. Als Therapie erfolgt hautsächlich Krankengymnastik. Aufrichtende Sportarten wie Kraftsport, Schwimmen und Gymnastik sind vorteilhaft. Bei starkem Fortschreiten gibt es auch eine Korsetttherapie, die sog. Münsteraner Reklinationsorthese. Operative Behandlung nur in seltensten Fällen.

Spondylolyse und Spondylolisthese

Hierbei handelt es sich um einen Bruch der Interartikularportion eines Lendenwirbels. In 80% der Fälle um L5. Bei beidseitigem Auftreten kann die Zuggurtung der Wirbelelemente verloren gehen. Der Wirbel gleitet (= Spondylolisthese). Gefahr besteht darin, dass vorzeitige Abnutzung zu einer Spondylarthrose führen kann und damit letztlich auch zu einer Lähmungsgefahr. Eine Spondylolyse ist häufiger bei Kindern, die reklinierende Sportarten machen, wie z.B. Turnen, Speerwerfen oder Delfinschwimmen. Meist handelt es sich um einen Zufallsbefund, Schmerzen treten meist nur bei (starker) Belastung auf. Typischerweise weist man diese Erkrankung mit der Lasègue-Prüfung nach: die Kinder liegen auf dem Rücken, ein Bein wird im gestreckten Zustand angehoben. Aufgrund der Schmerzen heben die Kinder schmerzreflektorisch den gesamten Rumpf mit an.

Die medizinische Einteilung des Schweregrades erfolgt nach Meyerding (I-IV). Als Therapie wird vorwiegend Kräftigung der Rumpfmuskulatur empfohlen, ggf. auch temporär das Tragen eines Korsetts. Weitere konservative Therapien bei Wirbelgleiten umfassen Physiotherapie und Elektrostimulation, zum Beispiel mit der Small Fiber Matrix Stimulation®. Dadurch kann eine regelmäßige Einnahme von Schmerzmedikamenten vermieden werden. In schwerwiegenderen Fällen kann man auch operativ für Entlastung sorgen mittels Dekompression der Nervenwurzeln, Reposition des Gleitwirbels und/ oder Ausräumen der Bandscheibe.

Spinalkanalstenose bzw. Spinalstenose oder auch Wirbelkanalstenose

Die Spinalkanalstenose ist eine Einengung des Rückenmarkkanals durch arthrotische Veränderungen der kleinen Wirbelgelenke, Spondylophyten und/ oder Hyperthrophie des Lig. Flavum. Diese Einengung kann angeboren sein oder sich aufgrund von Degeneration, Trauma, Tumore oder Entzündungen bilden. Bemerkbar macht sich die Spinalkanalstenose durch Schmerzen, meist beim Gehen. Bei Gehpausen lässt der Schmerz meist sofort nach, ebenso bei gebeugter Haltung. Typisch ist ein sog. Claudicatio spinalis, d.h. ein schmerzbedingtes Hinken.

Therapeutisch sollte zunächst versucht werden konservativ zu behandeln, d.h. mit einem Stufenbett zur kyphotischen Lagerung, Schmerzmedikamenten (NSAR wie Ibuprofen etc.), physikalische Therapie, Akupunktur. Eine neue Methode zur Behandlung von Schmerzen durch Spinalkanalstenose ist die SFMS®, bei der gezielt die dünnen Nervenfasern stimuliert werden. Das führt mit der Zeit zu einer veränderten Schmerzwahrnehmung und einer dauerhaften Schmerzreduzierung. Erst wenn diese Maßnahmen nicht mehr ausreichen, folgt ein operativer Eingriff zur Erweiterung des Spinalkanals, sog. Laminektomie.

 

Ein Beitrag zum Thema Spinalkanalstenose.

Bakterielle Spondylitis und Spondylodiszitis

Es handelt sich um eine Entzündung der Wirbelkörper (= Spondylitis) und/ oder der Bandscheiben (=Spondylodiscitis, Spondylodiszitis). Man unterscheidet zwischen spezifischen Erregern (Tuberkulose, Lues) und unspezifischen Erregern. Am häufigsten sind unspezifische Infektionen. 50% werden durch sog. Staphylococcus aureus hervorgerufen. Betroffen sind meist ältere Patienten mit Diabetes, Kortisoleinnahme sowie Raucher. Die betroffenen Patienten haben meist stärkste Rückenschmerzen, Fieber und einen lokalen Druckschmerz. Zur Behandlung wird eine radikale 6 - 12-wöchige Antibiotikagabe empfohlen.

Osteoporose

Die Osteoporose ist eine das Skelettsystem betreffende Krankheit, bei der sich die Knochendichte durch einen übermäßig raschen Abbau der Knochensubstanz vermindert. Dies führt zu einer erhöhten Frakturgefahr. Man unterscheidet zwischen einer primären Osteoporose (95%), die entweder postmenopausal durch Östrogenabfall oder automatisch mit höherem Alter, ca. um das 75. Lebensjahr, entsteht. Sekundäre Osteoporose (5%) ist seltener und meist die Folge von langer Kortisoleinnahme, Schilddrüsenüberfunktion, Rauch- und Alkoholmissbrauch sowie die Folge einer chronischen Medikamenteneinnahme wie z.B. von Heparin und Marcumar.
Die häufigste Methode zur Bestimmung der Knochendichte und damit zur Diagnostik einer Osteoporose ist die sogenannte DXA-Methode. Sie ist mit einer vergleichsweise geringen Strahlenbelastung verbunden. Im Gegensatz dazu ist die Sonographie als Messmethode umstritten. Die sog. QCT-Methode ist mit einer hohen Strahlenbelastung verbunden, so dass die beiden letzten Verfahren seltener durchgeführt werden. Mittel der Wahl zur Therapie sind sog. Bisphosphonate sowie die gezielte Einnahme von Östrogenen. Bewegung und bewusste Ernährung schützen ebenfalls. Bewiesen ist auch, dass je mehr Knochenmasse man in jungen Jahren aufgebaut hat, desto geringer das Risiko von Knochenbrüchen als Folge von Osteoporose ist.

Tumore und Metastasen

Am häufigsten sind Schmerzen aufgrund von Knochenmetastasen, nicht aufgrund eines ursprünglich an der Wirbelsäule entstandenen Tumors. Metastasen an der Wirbelsäule entstehen häufig aufgrund von Brustkrebs (Frauen), Prostatakrebs (Männer), Lungen- und Nierenkrebs.
Häufigster Wirbelsäulentumor ist das sog. Multiple Myelom, eine Sonderform des Plasmozytoms. Es handelt sich um ein sog. B-Zell Non-Hodgkin-Lymphom, was eine Krebserkrankung des Knochenmarks ist. Entstehen Tumore im Bereich der Wirbelsäule, so können diese das Rückenmark komprimieren.

Fibromyalgie

Die Fibromyalgie ist eine chronische, nicht entzündliche Erkrankung. Sie ist durch Schmerzen im Bereich der Sehnen, Faszien und Muskeln gekennzeichnet (Faser-Muskel-Schmerz). Fibromyalgie ist eine Ausschlussdiagnose, die nach Ausschluss anderer Ursachen für die Schmerzsymptomatik gestellt wird. Diese Erkrankung ist häufig assoziiert mit weiteren Merkmalen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen und Schlafstörungen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer und meist werden Betroffene als Hypochonder bezeichnet, da die Krankheit schwer zu diagnostizieren und in der Allgemeinheit häufig nicht bekannt ist. Die Schmerzen, häufig im Rückenbereich, sind durch sog. Triggerpunkte reproduzierbar. Die Behandlung erfolgt symptomatisch und durch Physiotherapie und Antidepressiva.

In diesem Beitrag erklärt Dr. Tobias Weigl den Einsatz von Antidepressiva bei chronischen Rückenschmerzen wie bei Fibromyalgie.

Erkrankungen der Niere, Nierensteine

Häufig können Nierensteine (starke) Rückenschmerzen verursachen. Dies liegt daran, dass die Nieren sehr nah unter der Rückenoberfläche liegen, nämlich in etwa auf Höhe des Übergangs von der Brust- in die Lendenwirbelsäule. Der durch Nierensteine ausgelöste Eingeweideschmerz strahlt meist in den Rücken aus. Auch andere Nierenerkrankungen wie Nierenbeckenentzündungen können häufig Rückenschmerzen verursachen.

Gynäkologische Ursachen für Rückenschmerzen

Viele Frauen haben während ihrer Periode teilweise sehr starke Rückenschmerzen. Während der Schwangerschaft treten bei einer Mehrzahl der Frauen ebenfalls Rückenschmerzen auf. Dies sind die Folgen der Belastungen auf die Wirbelsäule durch das ungeborene Kind. Des Weiteren haben Frauen mit Endometriose häufig Rückenschmerzen. Endometriose ist eine Erkrankung, bei der sich Gebärmutter-Gewebe außerhalb der Gebärmutter bildet.

Psychische und soziale Auslöser

Psychische Faktoren können Rückenschmerzen (mit-)auslösen und/ oder verstärken. Sie haben einen entscheidenden Einfluss auf die Dauer und den Schweregrad der Schmerzen bzw. der Schmerzwahrnehmung. Häufig aber nicht immer gehen psychosomatischen Rückenschmerzen spezifische Wirbelsäulenverletzungen oder degenerative Veränderungen voraus. Psychische Belastungen wie Schlaflosigkeit, Ärger oder Erkrankungen, wie Depression, Angststörungen oder psychosomatische Erkrankungen, können zu Stress führen. Stress führt dann bei vielen Menschen, meist unbeabsichtigt, zu einer An- und Verspannung der Rückenmuskulatur. Diese dann wiederum zu Rückenschmerzen führt. Des Weiteren ist auch zu beachten, dass Schmerzen selbst bedeutsame Stressverursacher sind.

Rückenschmerzen können sich also auf diese Weise selbst verstärken und aufrechterhalten.
Einige Menschen sind aufgrund ihrer Arbeit und sozialem Umfeld stärker prädestiniert, um an Rückenschmerzen zu erkranken. In Berufen, die besonders stark den Rücken beanspruchen sollte man als Betroffener darauf achten die richtigen Hebetechniken (z.B. im Pflegeberuf, Handwerker etc.) oder eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes beachten. Im Durchschnitt sitzt ein Deutscher sieben Stunden am Tag – entweder auf der Arbeit, im Auto oder im Sessel. Jeder Vierte verbringt täglich sogar mehr als neun Stunden im Sitzen. Laut einer aktuellen Bewegungsstudie der Techniker Krankenkasse arbeitet fast jeder Zweite im Sitzen (44%), Tendenz zunehmend.

Zusammenfassung: Kurz & knapp

Bei Rückenschmerzen unterscheidet man zwischen unspezifischen (ca. 80%) und spezifischen Schmerzen. Spezifische Rückenschmerzen können in der Regel eindeutig diagnostiziert werden und beruhen auf strukturellen Schädigungen des Bewegungsapparates. Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Gründen für einen Arztbesuch. Hat man wirklich sog. spezifische Rückenschmerzen, so ist der Bandscheibenvorfall am häufigsten, gefolgt von der Spinalkanalstenose. Eine Übersicht der Häufigkeiten von spezifischen Rückenschmerzen findet sich in diesem Video. Die Therapie sollte ganzheitlich und multimodal erfolgen, wobei auch spezifisch entsprechend der (spezifischen) Ursache.

Weiterführende Links und Quellen

Bomedus Schmerzglossar: bomedus.com/wissen/schmerzglossar/
Deutsche Schmerzgesellschaft, Rückenschmerz, 2012
Deutsche Schmerzliga, Schmerztherapie, Februar 2017
DocCheck, Rückenschmerz, Februar 2017
Orthopädie und Unfallchirurgie, 6. Auflage, 2009
Prometheus, 2. Auflage, 2007
Flexikon, Online Medizin-Lexikon
Artikel Wirbelsäule auf Medizinfo.de

 

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