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Elektrostimulation: Schmerz-Patienten fühlen sich nach SFMS-Neuromodulation besser

Ein am Universitätsklinikum Bonn entwickeltes Stimulationsverfahren scheint es erstmals zu ermöglichen, nichtinvasiv Einfluss auf schmerzinduzierte pathologische Prozesse des zentralen Nervensystems zu nehmen und diese zu revidieren. Laut der dazu durchgeführten Anwenderstudie „Pain Reduction“ fühlten sich zwei von drei Schmerz-Patienten besser, nachdem sie mindestens 2 Wochen lang mit der Small Fiber Matrix Stimulation® behandelt wurden. Knapp über 60 % der 72 Patienten gaben am Ende des Untersuchungszeitraums an, dass sie eine spürbare verbesserte Lebensqualität haben und Ihren Lebensalltag wieder aktiver bewältigen. Durchgeführt wurde die Studie von Forschern des Universitätsklinikums Bonn.


Chronischer Schmerz wird als multifaktorielles Geschehen mit Beteiligung biologischer, psychischer und sozialer Faktoren verstanden. Nach aktuellem Expertenkonsens sollte die Therapie deshalb multimodal erfolgen. Es besteht weitgehender Konsens, dass neue Therapieansätze erforderlich sind und wissenschaftliche Arbeitsgruppen sind hierzu aktiv.

Die Arbeitsgruppe „Pain Reduction“ am Universitätsklinikum Bonn hat einen Weg gefunden, um nichtinvasiv auf schmerzinduzierte Sensibilisierungsprozesse im zentralen Nervensystem Einfluss zu nehmen. Dies war bislang nicht möglich. So haben herkömmliche Verfahren wie z.B. TENS diese Effekte nicht erzielen können - da diese Elektrostimulations Verfahren auch einen anderen Wirkmechanismus besitzen. Mit Hilfe spezieller Elektroden, die in Form einer Matrix miteinander gekoppelt sind, scheint es nun erstmals mittels Stimulation der Hautoberfläche zu gelingen, die für eine zentrale Neuromodulation erforderliche adäquate Stimulation der relevanten nozizeptiven Fasern in der obersten Hautschicht (Small Fibers) zu erreichen, wie Grundlagenarbeiten zeigen (siehe z.B. Studie Mücke et al. 2014: “Evidence of Heterosynaptic LTD in the Human Nociceptive System: Superficial Skin Neuromodulation Using a Matrix Electrode Reduces Deep Pain Sensitivity“).

Zusätzlich wurde eine Anwenderstudie durchgeführt.
Tabelle 1: Übersicht der Studienergebnisse

Die Anwenderstudie wurde in einem Zeitraum vom 12.01.2015 bis 22.05.2015 mit 72 Patienten durchgeführt. Diese hatten das bomedus Rückenband® gekauft oder geliehen.

Von den befragten 72 Patienten haben noch 74 % das Band aktiv benutzt. Einige Patienten hatten zu dem Zeitpunkt der Befragung nicht mehr das Rückenband verwendet, u.a. da diese eine für sich ausreichende Schmerzlinderung erfahren haben. Insgesamt haben 51 der befragten 72 Patienten eine Schmerzlinderung erzielt. In einem weiteren Schritt haben diese 51 Patienten dann ihre Schmerzverbesserung auf einer Skala von 0 (keine Schmerzen) bis 10 (maximal vorstellbarer Schmerz) bewertet – vor und nach Behandlung durch das bomedus Rückenband®.

Darstellung 1: Vergleich der Schmerzen mit und ohne bomedus® Rückenband

Im Ergebnis reduzierte die SFMS-Behandlung auf einer Skala von 0-10 die Schmerzen deutlich und spürbar um 3,8 Punkte. Dies kommt Effekten wie sie von potenten Opioiden erzielt werden sehr nahe. Darüber hinaus berichtete ca. die Hälfte der Befragten, dass sich der Schmerzcharakter verändert: von brennend und stechend zu dumpf und drückend. Die meisten Patienten nahmen diese Veränderung als positiv wahr da die Schmerzen so erträglicher wurden.

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